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Paris ohne Barrieren?

Foto zeigt den Eiffelturm im Herbst 2011
Eiffelturm - von der Seine aus gesehen
Foto: sch

Paris (kobinet) Auf den Eiffelturm geht's mit dem Rollstuhl nicht hoch. Doch die ersten beiden Etagen sind mit geräumigen Aufzügen zu erreichen. Generell hat Paris viel getan, um Barrierefreiheit zu schaffen. Infos für Menschen mit eingeschränkter Mobilität können Touristen gut nutzen.

Zu empfehlen ist die Linie 14 der Pariser Metro, die jüngste und gleichzeitig die erste vollautomatisierte Strecke mit fahrerlosen Zügen. Sie verbindet die Stationen Mairie de Saint-Ouen im Nordwesten und Olympiades im Südosten der französischen Hauptstadt. Auf dieser 1998 fertiggestellten und 2020/21 noch verlängerten Linie sind alle Stationen mit Aufzügen ausgestattet. Die Bahnsteige befinden sich auf einer Höhe mit dem Boden des Zuges.

Die Pariser Metro wurde Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet. Nur wenige Stationen im alten Streckennetz konnten mit Aufzügen nachgerüstet werden. Wegen der beschwerlichen Treppen wird lieber das moderne Busnetz genutzt, zumal sich Touristen dann eine eigenständige Rundfahrt vorbei an vielen Sehenswürdigkeiten organisieren können.

Unter Infos zur Barrierefreiheit in Paris ist zu lesen: "Alle Busse in Paris sind mit einer ausfahrbaren Rampe ausgestattet, sodass behinderte Personen problemlos einsteigen können. Es gibt in jedem Bus ein oder zwei reservierte Plätze für Rollstuhlfahrer. Das Busliniennetz enthält mehr Stationen als die U-Bahn und man kann mit dem Bus wirklich jeden Ort in Paris erreichen. Die Frequenz der Busse innerhalb von Paris ist außerdem sehr hoch (tagsüber nie mehr als 10/15 Minuten). Unterm Strich ist das Busnetz in Paris für behinderte Personen also viel praktischer als die Metro."

Man sollte es allerdings vermeiden, die Busse während der Rush Hour zu nutzen, da es dann sehr voll ist und man vielleicht nicht ganz so einfach in den Bus kommt. Gut zu wissen auch, wann eine Manifestation stattfindet. Dann läuft streckeweise gar nichts mehr, wie in der vergangenen Woche geschehen und erlebt. Auf der Fahrt von der Place de la Concorde zum Hotel in der Rue Pierre Sémard war schon vorher Aussteigen angesagt. Die Polizei hatte weiträumig abgesperrt. Ein älterer Mann, nach dem Weg zum Hotel befragt, gab Auskunft.

"Aus dem Élysée-Palast sickerte durch, das Renteneintrittsalter schrittweise von 62 auf 64 Jahre zu erhöhen – und zwar für alle Berufstätigen, die nach 1961 geboren sind", sagte der Mann dem Berliner kobinet-Korrespondenten. Die Proteste der Jüngeren finde er riohtig, meinte der Mann, der seine Rente schon länger bezieht.

Als sich die Protestaktiom auflöste, fuhren die Busse wieder. Zum Abendessen in einem typischen Pariser Ecklokal in der Rue La Fayette war alles wieder "à jour". Der geplante Ausflug mit der Seilbahn Funiculaire zur Basilika Sacré Cœur von Montmartre bleibt für einen späteren Besuch ...

Paris (kobinet) Kategorien Bericht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sgt4567