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Ein Blick auf Einheit und Viefalt

Blick auf ein Dorf
Blick auf ein Dorf
Foto: Susanne Göbel

Kassel (kobinet) Nun sind es schon 31 Jahre, als der Tag der Deutschen Einheit zum ersten Mal am 3. Oktober begangen wurde, und es sind schon fast 32 Jahre, seit viele Menschen in der damaligen DDR mit ihrer friedlichen Revolution massive Veränderungen erreichten. Also wieder ein Tag, an dem heute auf das Große und Ganze der deutschen Einhait geblickt wird, aber auch ein Tag, an dem sich der Blick auf das Detail lohnt, wo Einheit, wo Vielfalt gelungen ist, wo nicht und was wir zukünftig für mehr Einheit und Vielfalt tun können.

Kommentar von kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul

Über die deutsche Einheit bzw. darüber, wo diese noch nicht gelungen ist, wurde schon viel gesagt und geschrieben. Daher lohnt sich heute auch einmal ein Blick darauf, wie es sich mit der Einheit, aber auch der Vielfalt, im kleinen verhält. Wie gestaltet sich das Leben dort, wo wir wohnen - in den Stadtteilen, den Dörfern, bzw. den Städten. Wie gestaltet sich dort das Zusammenleben? Welche Möglichkeiten der Einheit bzw. Vielfalt gibt es da und wo wird das gelebt, bzw. behindert? Dieser Blick lohnt sich gerade auch deshalb, weil er uns eine Idee davon gibt, wo Inklusion schon gelingt, bzw. wieviel und was es noch zu tun gibt.

Vielleicht ist am heutigen Tag der Deutschen Einheit ja auch Platz und Zeit für solche Gedanken. Denn gerade heute, wo Gespräche über mögliche Koalitionen für die zukünftige Politik anstehen, sollte der Blick auf die vermeintlichen Details nicht zu kurz kommen. Wie barrierefrei sind unsere Wohnungen, die Busse und Bahnen, die fahren? Wo findet Begegnung statt und wie kann diese auf gleicher Augenhöhe gefördert werden? Wie schaffen wir es, umweltfreundlicher zu leben? Wie können wir dafür sorgen, dass die Menschen in ihren eigenen vier Wänden mit der Unterstützung leben können, die sie brauchen, statt in Sonderwelten, wie in Behinderten- oder Altenheimen, leben zu müssen. Wie können wir Nachbarschaft besser so leben, dass wir sein können, wie wir sind, ohne sich verbiegen zu müssen?

Das sind nur einige Fragen, über die es sich lohnt nachzudenken, wenn wir den Blick auf unser Zusammenleben richten, um die Zukunft besser zu gestalten.

Kassel (kobinet) Kategorien Meinung

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sabenv5