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BSK-Gespräch mit dem Pflegebeauftragten der Bundesregierung

Bild von der Videokonferenz des BSK zur Pflege
Videokonferenz des BSK zur Pflge
Foto: BSK

Berlin (kobinet) Ende August trafen sich Staatssekretär Dr. Andreas Westerfellhaus, seines Zeichens Bevollmächtigter der Bundesregierung für Pflege, Bernd Kronauer, Leiter der Geschäftsstelle des Bevollmächtigten der Bundesregierung für Pflege, Dieter Gronbach, Geschäftsstellenleiter des Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) und Andrea Fabris, Referentin für Gesundheit und Soziales beim BSK, zu einem virtuellen Gespräch. Neben dem gegenseitigen Kennenlernen standen die Probleme in der Pflege, die die Pandemie mit sich brachte, die Gewinnung und Haltung von Pflegefachkräften und die Entlastung von ehrenamtlich Pflegenden - speziell pflegende Angehörige - im Vordergrund.

Dieter Gronbach berichtete, dass es auch im Wohnzentrum des BSK in Krautheim vereinzelte Corona-Fälle gegeben hatte. Besonders der erhebliche Mehraufwand durch quarantänebedingte Ausfälle beim Personal und die Vereinsamung der Bewohnenden waren und sind eine große Herausforderung, der mit Kreativität begegnet werden muss. Andreas Westerfellhaus bekräftigte in diesem Zusammenhang: "Vereinsamung war und ist ein riesiges Thema in allen Einrichtungen, da hier immer der Schutz der Bewohnenden an oberster Stelle steht. Es sind kreative Möglichkeiten gefragt, dieser entgegenzuwirken, weil stationäre Einrichtungen ein Lebensort und kein Verwahrort sind.“

Auch die Frage nach einem Anreiz für die Fachkräftegewinnung stieß bei Staatssekretär Westerfellhaus auf offene Ohren. Hier muss es zur Vereinheitlichung sowohl in der Pflegeassistentenausbildung als auch im Anerkennungsverfahren ausländischer Pflegekräfte in den Bundesländern kommen. Darüber hinaus ist die Schaffung attraktiver Arbeitsbedingungen wichtig, um zum einen Pflegefachkräfte zu gewinnen oder zurückzugewinnen und zum anderen, um die vorhandenen auch im System zu halten.

Auch die besonders von pflegenden Angehörigen als belastend empfunden Situation der unterschiedlichen Regelungen in den Bundesländern zum Entlastungsbudget wurde angesprochen. Hier gab es von Seiten des Pflegebevollmächtigten den Vorstoß einer Flexibilisierung, die leider keinen Einzug ins Gesetz gefunden hat.

Zum Abschluss forderte Staatssekretär Westerfellhaus den BSK auf, Probleme und Hinweise aus der Versorgungsrealität gerne auch an ihn zu adressieren. "Es war ein angenehmes Gespräch, das mit dem Wunsch von allen Seiten abschloss, den Austausch fortzusetzen", berichtet Andrea Fabris.

Berlin (kobinet) Kategorien Nachricht

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