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Sozialverband VdK NRW stellte in Münster Forderungen zur Bekämpfung von Altersarmut vor

Das Foto zeigt den  Vorstand des VdK-Kreisverbands Münster mit VdK-Landesgeschäftsführer Thomas Zander
Vorstand des VdK-Kreisverbands Münster mit VdK-Landesgeschäftsführer Thomas Zander
Foto: VdK NRW

MÜNSTER (kobinet) Im Rahmen seiner Kampagne „Sozialer Aufschwung JETZT!“ macht sich der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen bei verschiedenen Aktionen für mehr Gerechtigkeit und Teilhabe stark. In diesem Zusammenhang und im Vorfeld der Bundestagswahl forderten die Verantwortlichen in Münster bei ihrem Kleinen Verbangstag: „Gute Rente JETZT!“.

Wie überall in Nordrhein-Westfalen sei Altersarmut ein Massenphänomen. „Wenn wir jetzt noch das Renteneintrittsalter erhöhen, würden sich die Existenzängste weiter verschärfen“, mahnte Horst Vöge, der zugleich als Vizepräsident des VdK Deutschland aktiv ist. „Schon das Arbeiten bis 67 ist bundesweit für Millionen Menschen unmöglich - gerade nach jahrzehntelanger schwerer körperlicher Tätigkeit.“ Das trifft auch den Regierungsbezirk Münster wo Ende des vergangenen Jahres mehr als 18.500 Menschen Grundsicherung im Alter bezogen haben, weil ihre Rente nicht zum Leben reicht. „Das entspricht", so VdK-Landesvorsitzende Horst Vöge, "einer Steigerung von rund 3,5 Prozent im Vergleich zu 2015.“

In Münster forderten die Vertreterinnen und Vertreter des VdK NRW daher von der Bundesregierung eine Abschaffung der lebenslangen Abschläge für Erwerbsminderungsrenten für Rentnerinnen und Rentner, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr am Berufsleben teilhaben können. „Außerdem könnte das Vertrauen in die gesetzliche Rentenversicherung wieder gestärkt werden, indem zukünftig alle einzahlen und das Rentenniveau auf über 50 Prozent erhöht wird“, so Horst Vöge.

Der VdK-Vorsitzende setzte sich nicht zuletzt für faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen ein.„In Münster gab es schon vor der Corona-Krise mehr als 27.000 Mini-Jobber*innen, rund 31.000 atypisch Beschäftigte und 4.550 Leiharbeiter*innen“, betonte Horst Vöge. „Wenn wir es nicht schaffen, prekäre und schlecht bezahlte Beschäftigungsverhältnisse einzudämmen, werden die Betroffenen auch im Alter auf staatliche Unterstützung angewiesen sein.“

MÜNSTER (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sivy789