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Symbolische Impfaktion vor dem Bundesgesundheitsministerium

Wandtatoo Logo und Schrift Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e. v. - ISL
Wand Tatoo ISL
Foto: ISL

Berlin (kobinet) Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) führt am 16. März von 10:00 bis 11:00 Uhr eine symbolischen Impfaktion vor dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) unter dem Motto "1 Jahr Corona = 1 Jahr vergessen und unerhört! Menschen mit Behinderungen ziehen Bilanz" durch. Die Aktion findet vor dem Ministerium, Friedrichstraße 108 Ecke Johannisstraße in Berlin am Denkzeichen für die Gründer des Friedrichstadt-Palastes statt.

Zum Ablauf der Aktion heißt es in der Ankündigung der ISL: "Behinderte Menschen stehen hintereinander in einer Schlange und lassen sich symbolisch von medizinischem Personal impfen. Dabei halten Menschen mit Behinderungen (im Rollstuhl, mit Langstock) A3 Plakate mit verschiedenen Botschaften.

Hintergrund der Aktion:

Seit dem 1. landesweiten Lockdown am 17. März 2020 leben viele behinderte Menschen aus Sorge vor einer Covid-19-Infektion isoliert. Die Bundesregierung hat behinderte Menschen außerhalb von Wohn- und Pflegeheimen bei ihren Pandemiekonzepten nicht ausreichend bedacht. Viele behinderte Menschen, die selbstbestimmt in ihrer eigenen Häuslichkeit leben, haben für sich und ihre Pflegekräfte und Assistent*innen nicht genügend Schutzausrüstungen erhalten, es gab keine Schnelltests und nun wurde diese Gruppe auch noch bei der Impfpriorisierung trotz massiver Proteste ignoriert. Außerdem müssen behinderte Menschen befürchten, vom Gesundheitssystem im Falle einer Triage aussortiert zu werden, wenn es nicht mehr genügend Kapazitäten auf den Intensivstationen geben sollte. Menschen mit Behinderungen und ihre vertretenden Verbände wären vom Bundesgesundheitsministerium nicht in die politischen Prozesse eingebunden geworden. Dies stelle ein Verstoß gegen die UN-Behindertenrechtskonvention dar, so die Kritik der ISL.

Berlin (kobinet) Kategorien Nachricht

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