Werbung:
Banner Fotos für die Pressefreiheit 2020
Cartoon Phil Hubbe Ausschnitt Rolli liest kobinet
Springe zum Inhalt

VdK Sachsen fordert schneller mehr barrierefreie Bahnhöfe

Logo VdK Deutschland
Logo VdK Deutschland
Foto: VdK Deutschland

DRESDEN (kobinet) Die aktuellen Entwicklungen beim barrierefreien Ausbau von Bahnhöfen und Haltepunkten im Freistaat Sachsen wird vom VdK Sachsen mit großer Sorge gesehen. Aus dem „1000-Bahnhöfe-Programm“ der Bundesregierung ergibt sich, dass im Zeitraum bis 2026, also in fünf Jahren gerade einmal sechs Stationen barrierefrei umgebaut werden.

Michael Thriemer vom VdK-Projekt „ÖPNV für Alle“ ist über diese Planungen bestürzt und stellt dazu fest „Das Personenbeförderungsgesetz (PBefG) aus dem Jahre 2008 fordert, bis zum 01.01.2022, also in weniger als einem Jahr, eine vollständige Barrierefreiheit und somit uneingeschränkte Zugänglichkeit für alle Menschen, gerade auch solche mit Behinderungen. Die Realität sieht nun ganz anders aus: Im Freistaat Sachsen werden Menschen mit Behinderung, aber auch Familien mit Kinderwagen oder Reisende mit schwerem Gepäck auch weiterhin keinen uneingeschränkten, barrierefreien Zugang auf vielen Bahnstationen haben.“

Thriemer betont weiter, dass er insbesondere die Verteilung der finanziellen Mittel des Bundes für die Länder für ungerecht hält. So erhält der Freistaat Bayern nach Medieninformationen und seinen Worten ein Vielfaches an Geldern - in den Jahren 2019 und 2020 bis zu 86-mal mehr als der Freistaat Sachsen.

Der Sozialverband VdK Sachsen und andere Betroffenenverbände wie etwa der Blinden- und Sehbehindertenverband Sachsen (BSVS) fordern daher eine sofortige Korrektur der Maßnahmen und deutlich mehr finanzielle Mittel des Bundes für den barrierefreien Ausbau von Bahnhöfen und Haltepunkten auch in Sachsen.

DRESDEN (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sdhkx90