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Debatte über soziale Gerechtigkeit gefordert

Ilse Müller
Ilse Müller
Foto: BDH

Bonn (kobinet) Aus Sicht des Bundesverbands Rehabilitation (BDH) sollte die Pandemie-Krise zu einer vertiefenden Debatte um Fragen des sozialen Zusammenhalts genutzt werden. Es sei Zeit für Reformen, die helfen, eine auseinanderdriftende Gesellschaft wieder zusammenzuführen, erklärte die Vorsitzende des Verbands, Ilse Müller.

"Die wirtschaftliche Krise, die auf die Pandemie folgt, weist bereits jetzt auf sich vertiefende Risse im Gefüge unserer Sozialsysteme hin. Die Verlierer der Zeit vor der Pandemie werden zu den großen Verlierern der nach-Corona-Zeit gehören. Steigende Arbeitslosenzahlen und Staatsdefizite lassen den Spielraum staatlichen Handelns schrumpfen, wenn es nicht gelingt, die Lasten der Krise sozial angemessen und mit Blick auf Bedürftige zu verteilen. Das Defizit der gesetzlichen Krankenversicherung sollten wir genauso wie die wachsenden Probleme der Rentenversicherung als Chance auffassen, diese systemischen Risse nicht nur oberflächlich zu kitten. Politik und Gesellschaft sollten jetzt den Mut aufbringen, Sozialreformen zu wagen, die helfen, das verlorene Vertrauen in den Sozialstaat zurückzugewinnen. Die Bundestagswahl ist geeignet, das Oberthema der sozialen Gerechtigkeit wieder mit Leben zu füllen. Für uns bedeutet das sicherzustellen, dass jedes Kind Zugang zur besten Bildung erhält und dass es gelingt, soziale Mindeststandards durchzusetzen, die einerseits Altersarmut verhindern und andererseits Menschen mit Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt nicht in eine Armutsspirale abrutschen lassen", so Ilse Müller vom BDH.

Bonn (kobinet) Kategorien Nachricht

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