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Expert*innen für barrierefreies E-Rezept gesucht

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Foto: Susanne Göbel

Berlin (kobinet) Eine Neuerung im Alltag von Patient*innen steht kurz bevor: denn statt des rosa Zettels gibt es bald das Elektronische Rezept. Das Bundesministerium für Gesundheit hat im Patientendaten-Schutz-Gesetz festgelegt, dass die gematik das Elektronische Rezept (kurz: E-Rezept) und die dazugehörige App bereitstellen soll. Im Rahmen der App-Entwicklung finden regelmäßige Nutzertests statt – denn die App soll inklusiv und barrierefrei gestaltet werden. Hierzu sucht die gematik aktuell ca. 2 bis 4 Tester aus unterschiedlichen Patientenorganisationen.

Im Juli 2021 ist es soweit und das E-Rezept startet. Zum 1. Januar 2022 wird es verpflichtend für alle Rezepte für apothekenpflichtige Medikamente, teilte der gesundheitspolitische Sprecher der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL), Thomas Koritz, mit. Die E-Rezept-App der gematik werde in einem nutzerzentrierten Ansatz entwickelt. Hierzu gehörten auch regelmäßige Nutzer*innenbefragungen und Interviews. Da die App allen Versicherten in Deutschland zur Verfügung stehen soll, werden auch Bedürfnisse von Menschen mit körperlichen und kognitiven Einschränkungen bei der Entwicklung der App berücksichtigt.

Und so funktioniert das E-Rezept:

Ärztinnen und Ärzte stellen das E-Rezept mit ihrer digitalen Signatur fälschungssicher aus. In der Telematikinfrastruktur – dem digitalen Gesundheitsnetz – wird das E-Rezept sicher gespeichert. Es lässt sich dann über die App aufrufen oder wie gewohnt in der Praxis ausdrucken. In der Apotheke reicht es, den QR-Code auf dem Smartphone oder dem Ausdruck zu zeigen. Die Apothekerin oder der Apotheker scannt den Code, empfängt das Rezept und gibt das Medikament aus.

Bereits nach dem Verlassen der Arztpraxis kann man das verschriebene Medikament in einer Apotheke bestellen und entscheiden, ob man es selbst holt oder den Boten- oder Lieferdienst der Apotheke nutzt. Doppelte Apothekengänge gehören dank der digitalen Vorbestellung der Vergangenheit an. Um das Medikament abzuholen, kann das E-Rezept auch anderen Personen, wie Angehörigen, übergeben werden. Zudem haben Apotheken die Sicherheit, ein vollständig ausgefülltes und unterschriebenes Rezept zu bekommen, und Praxen können Rezepte in einer Videosprechstunde oder Folgerezepte elektronisch ausstellen.

Weitere Informationen zum E-Rezept finden Sie auf unserer Website: das-e-rezept-fuer-deutschland.de

Bei Interesse an der Mitwirkung bei der Testung der Barrierefreiheit kann man sich beim gesundheitspolitischen Sprecher der ISL, Thomas Koritz, unter [email protected] melden.

Berlin (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/salmru3