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Gelungener Online-Auftakt zum Gedenken an die Opfer der NS-„Euthanasie“

Plakat zur Veranstaltung am 26.1.2021
Plakat zur Veranstaltung am 26.1.2021
Foto: Kellerkinder

Berlin (kobinet) Am Vorabend des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus hat der Förderkreis Gedenkort T4 mit einem sehr guten und nachdenklichen Online-Gespräch mit Angehörigen von Opfern der NS-"Euthanasie" und dem Behindertenbeauftragten der Bundesregierung, Jürgen Dusel, einen guten Auftakt für die morgen folgenden Gedenkveranstaltungen gemacht. Coronabedingt finden dieses Jahr, so auch morgen, eine Reihe von Veranstaltungen online statt.

Die Mitwirkenden der Veranstaltung, Daniela Martin und Jörg Waßmer, schilderten m Gespräch mit Julia Gilfert vom Förderkreises Gedenkort T4, ihre Erfahrungen mit der Aufarbeitung der Geschichte von Familienangehörigen, die in der NS-Zeit ermordet wurden. Jürgen Dusel ordnete diese Erfahrungen ein und machte deutlich, warum Demokratie so wichtig ist und warum wir für diese immer wieder aufs neue streiten müssen. Die Veranstaltung wurde dank der Unterstützung durch den Verein Kellerkinder nicht nur per Zoom durchgeführt, sondern konnte auch im Livestream verfolgt werden, wo die Veranstaltungsaufzeichnung weiterhin zur Verfügung steht.

Link zum Livestream der Veranstaltung : https://vimeo.com/499103413

Jürgen Dusel, der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, gedenkt am 27. Januar normalerweise gemeinsam mit vielen anderen - insbesondere der Opfer der "Euthanasie“-Verbrechen im Nationalsozialismus. Ort des Gedenkens ist üblicherweise an der Tiergartenstraße 4 in Berlin-Tiergarten. Von dort aus planten die Nationalsozialisten 1940-1941 im Rahmen der sogenannten "T4-Aktion“ unter direktem Befehl der "Kanzlei des Führers“ die systematische Zwangssterilisierung und Tötung von Menschen mit Lernschwierigkeiten oder psychischen Erkrankungen.

In diesem Jahr jedoch muss diese Zusammenkunft ausfallen, stattdessen wird Jürgen Dusel am Morgen des 27. Januar 2021 eine Videobotschaft ausstrahlen und nur in stillem Gedenken einen Kranz am Denkmal niederlegen.

Am Abend ist zudem eine weitere Folge des "Salon im Kleisthaus“ geplant, diesmal im Livestream-Talk mit Claudia Roth, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags und dem Pianisten Igor Levit. Claudia Roth ist besonders für ihren Einsatz für den Schutz von Minderheiten, gegen Rassismus und Diskriminierung und für eine lebendige Erinnerungskultur bekannt. Igor Levit hat im Beethoven-Jahr 2020 mit seinen 32 Beethoven-Klaviersonaten das erfolgreichste Klassikalbum des Jahres aufgenommen. Zudem hat er mit Streaming-Konzerten über Twitter sein Publikum begeistert. Er wird im Livestream auch am Klavier zu hören sein.

Die Veröffentlichung des Statements von Jürgen Dusel zum Gedenktag ist der 27. Januar 2021 um 7:00 Uhr

Der Livestream "Salon im Kleisthaus“ wird am 27. Januar 2021 ab 19:00 Uhr gesendet. Link zum Livestream der Veranstaltung

Weitere Informationen auf www.behindertenbeauftragter.de und auf den Social Media-Kanälen des Bundesbehindertenbeauftragten.

Berlin (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/srtwz78