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Armutsgefährdung wächst in Europa

Flagge der EU
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Foto: gemeinfrei

BERLIN (kobinet) Im vergangenen Jahrzehnt hat in den meisten EU-Ländern die Armut trotz Erwerbstätigkeit zugenommen - darauf verweist das europäische Mediennetzwerk EURACTIV, gestützt auf einen Bericht des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB). Demzufolge sind rund zwölf Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Ländern Europas armutsgefährdet.

Wie dieser Nachricht zu entnehmen ist, sind die von der Finanzkrise aufgerissenen Wunden tief und weiterhin in Europa sichtbar. Der Bericht dazu, welcher kürzlich veröffentlicht wurde, kommt zu dem Schluss, dass das Phänomen „Armut trotz Erwerbstätigkeit“ in 16 EU-Mitgliedsstaaten zwischen 2010 und 2019 zugenommen hat.

Dies alles habe zu einem zwölfprozentigen Anstieg der erwerbstätigen Armen in der gesamten EU beigetragen. Etwa jede und jeder zehnte europäische Arbeitnehmende fällt somit unter die von Eurostat festgelegte Armutsrisikoschwelle (60 Prozent des nationalen Medianeinkommens).

Ungarn, das inzwischen aus der EU ausgetretene Vereinigte Königreich, Estland, Italien und Luxemburg verzeichneten demnach den größten Anstieg der Armen. Insgesamt hätten die nationalen Quoten der „Working Poor“(arbeitenden Armen) in diesen Ländern um 27 bis 58 Prozent zugenommen. Die am stärksten betroffenen sozialen Gruppen waren junge Menschen, Migrantinnen und Migranten sowie Personen mit befristeten Verträgen.

Der entsprechende Bericht des Verbandes der europäischen Gewerkschaften, auf welchen sich diese Meldung des Mediennetzwerkes bezieht, ist HIER (in englischer Sprache) nachzulesen.

BERLIN (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sgho390