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Armutsquote auf neuem Rekordniveau

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Foto: Irina Tischer

BERLIN (kobinet) Als ein sozialpolitisches Trauerspiel bezeichnen die Sprecher für Arbeitsmarktpolitik und für Sozialpolitik von Bündnis 90 / DIE GRÜNEN anlässlich des erschienenen Armutsberichts des Paritätischen Wohlfahrtsverbands die Tatsache , dass sich die Armutsquote seit Jahren auf hohem Niveau verfestigt und im Jahr 2019 sogar auf den höchsten Wert seit der Wiedervereinigung gestiegen ist. Schon jetzt wird nach ihren Worten sichtbar, dass die Corona-Pandemie vor allem Einkommensschwache trifft und die Armutsentwicklung weiter befeuern wird, wenn die Bundesregierung nicht schnell gegengesteuert.

Der Bericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbands macht deutlich, dass zur Umkehr dieses Trends die steigende Einkommensarmut bekämpft werden muss. Erwerbstätige, Alleinerziehende und Menschen in der Grundsicherung sind besonders gefährdet. Der Paritätische Wohlfahrtsverband fordert daher schon lange die Einführung einer Kindergrundsicherung und einer Garantierente. Eine verlässliche Existenzsicherung ist, wie auch in diesem Bericht deutlich wird, dringend geboten.

Notwendig wäre ebenso, Hartz IV zu überwinden und durch eine sanktionsfreie Garantiesicherung zu ersetzen, die Teilhabe sicherstellt.

Es braucht demnach aber auch Sofortmaßnahmen wie die rasche Einführung eines Corona-Zuschusses in der Grundsicherung und eine bessere Absicherung von Solo-Selbständigen und Kulturschaffenden. So können soziale Härten der Pandemie zeitnah abgefedert werden. Die Bundesregierung muss ihre Verweigerungshaltung endlich aufgeben. Armutsbekämpfung muss, das wird auch von Bündnis 90 / DIE GRÜNEN unterstrichen, zur politischen Priorität werden.

BERLIN (kobinet) Kategorien Nachricht

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