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Umfrage zu Löhnen in der Persönlichen Assistenz gestartet

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Foto: ht

Berlin/Mainz (kobinet) In Deutschland gibt es ein sehr unterschiedliches Lohngefälle in der Persönlichen Assistenz, obwohl die Arbeit weitgehend identisch ist. Deshalb haben sich eine Reihe von Akteur*innen ausgetauscht und einen Fragebogen entwickelt, um mehr Licht in das Dunkel der unterschiedlichen Finanzierung und Entlohnung der Persönlichen Assistenz zu bringen. Um eine Verbesserung für alle erzielen zu können, soll die Umfrage der Auftakt für eine gerechtere Lohnzahlung im Arbeitgeber*innenmodell sein.

"Liebe Arbeitgeber*innen, wir möchten schauen wie die aktuellen Löhne in Deutschland für Assistent*innen im Arbeitgeber*innenmodell aussehen, nach was sich diese richten und wer euer Kostenträger ist! Wieso wollen wir dies genauer unter die Lupe nehmen fragt ihr euch jetzt wahrscheinlich?! Wir haben in Deutschland ein sehr unterschiedliches Lohngefälle in der persönlichen Assistenz. Die Arbeit ist aber identisch! Deshalb wollen wir schauen, wo gibt es den kleinsten gemeinsamen Nenner, um eventuell eine Verbesserung für alle erzielen zu können. Diese Umfrage soll also der Auftakt für eine gerechtere Lohnzahlung im Arbeitgeber*innenmodell werden. Ein wichtiger Appell an euch! Bitte teilnehmen und großflächig verteilen. Umso mehr mitmachen umso besser kann unser Ergebnis werden und die weitere Arbeit damit", heißt es im Aufruf für die Beteiligung an der Umfrage.

Link zur Umfrage: https://forms.gle/BMAHPUT2CK4g2dWe6

Ausgehend von einigen Aktiven aus Rheinland-Pfalz gab es in den letzten Monaten einige Online-Treffen zum Thema Assistenz und Arbeitgebermodell. Anlass war die Situation der Arbeitgeber*innen und Assistent*innen in der Corona-Pandemie und die daraus entstandene Forderung nach Bonuszahlungen für Assistenzkräfte, die im Arbeitgebermodell arbeiten. Schnell wurde jedoch klar, dass die Corona-Situation nur die Probleme verschärft, die ohnehin schon lange bestehen. Deshalb ging es grundsätzlich um die Löhne, die Arbeitgeber*innen ihren Assistent*innen zahlen können und um Strategien, wie eine angemessene Bezahlung für Assistent*innen bundesweit durchgesetzt werden kann. "Wir haben festgestellt, dass nicht nur im bundesweiten Vergleich, sondern auch in einem Bundesland, wie beispielsweise Rheinland-Pfalz, die persönlichen Budgets und die anerkannte Lohnhöhe für Assistenz sehr unterschiedlich sind. Uns ist klar, dass wir, wenn wir dies verändern und angemessene Löhne zahlen wollen, einen bundesweiten Diskussionsprozess brauchen, um eine bundesweit einheitliche Strategie zu entwickeln. Als ersten Schritt haben wir eine kleine Umfrage entwickelt, um eine Bestandsaufnahme zu erhalten. Wir hoffen, dass möglichst viele Arbeitgeber*innen und Berater*innen diesen Bogen ausfüllen, damit wir eine Art 'bundesweite Landkarte' über die Lohnstruktur im Arbeitgebermodell erstellen können", heißt es zum Fragebogen.

Bis zum 15. Dezember sollte der Fragebogen ausgefüllt werden.

Berlin/Mainz (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sagmru9