Werbung:
Banner Fotos für die Pressefreiheit 2020
Banner mit Inklusion Jetzt und der Schrift Dabei am 5. Mai - Live-Blog zum Protesttag
Stellenanzeige des DIMR
Springe zum Inhalt

An Notruf-App-System wird gearbeitet

rotes Ausrufezeichen
Ausrufezeichen
Foto: ht

DÜSSELDORF (kobinet) Im Oktober 2019 wurde das Land Nordrhein-Westfalen durch einen Beschluss der Innenminister-Konferenz und eine Länder-Vereinbarung beauftragt, federführend die Einführung eines bundesweiten Notruf-App-Systems zu entwickeln. Das Notruf-App-System soll insbesondere Menschen mit Hör- und Sprachbehinderungen einen alternativen und gleichwertigen Notruf ermöglichen. Die Notruf-App wird trotzdem jeder Bürgerin und jedem Bürger zur Verfügung stehen. Das System befindet sich nun in der Entwicklung, darüber wird in einer Presseinformation berichtet.

Die Notruf-App soll insbesondere Menschen mit Hör- und Sprachbehinderung einen gleichwertigen Zugang zum Notruf ermöglichen und die bisherigen Notruf-Möglichkeiten ergänzen. Der herkömmliche Sprachnotruf (=110 und 112), das Notruf-Fax und der Notruf über den TESS-Relay-Dienst bleiben bestehen.

Als öffentlicher Auftraggeber hat das Land Nordrhein-Westfalen ein europaweites Vergabe-Verfahren durchgeführt. Bei der Vergabe ging es darum, wer ein Notruf-App-System programmieren und betreiben kann.

Die bundesweite Notruf-App wird den Notruf als Datenpaket über das Internet an die örtlich zuständige Leitstelle senden. Ob der Notruf an die Polizei oder Feuerwehr geleitet wird, hängt von den Antworten auf die Notruf-Abfrage ab. Zum Absetzen des Notrufs müssen maximal fünf Fragen beantwortet werden. Je nach Frage gibt es zwischen drei und fünf Antwort-Möglichkeiten. Mit den Antworten auf die Fragen bekommt der Leitstellen-Disponent ein ausreichendes Bild von der Notfall-Situation und ist in der Lage, geeignete Hilfe zu alarmieren. Spezielle Rückfragen können über den Chat gestellt und beantwortet werden. Dieser öffnet sich nach dem Notruf automatisch.

Neben der standardisierten Notruf-Abfrage wird die Notruf-App unter anderem folgende Funktionen beinhalten:

  • Ortung über das GPS des Endgeräts, zum Beispiel Smartphone
  • „stiller“ Notruf (bei Beobachtung einer Gefahrensituation)
  • Hinterlegung von persönlichen und medizinischen Daten
  • Übungsmöglichkeit (Demonstration)

Bei der Notruf-App wird der Fokus auf die Barrierefreiheit gelegt. Das gilt auch für die Internetseite die dort hinterlegten Hilfen und Anleitungen.

Diese Informationen sind HIER auch in Deutscher Gebärdensprache zu sehen.

DÜSSELDORF (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/shktwy0

Click to access the login or register cheese