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Appell für mehr Toleranz in Corona-Zeiten

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Foto: ht

Oberteuringen (kobinet) Die ergänzende unabhängige Teilhabeberatungsstelle (EUTB) im Bodenseekreis warnt vor zunehmender Diskriminierung von Menschen mit Behinderung in der Corona Krise. Die EUTB ruft daher dazu auf, mit mehr Toleranz im alltäglichen Leben miteinander umzugehen, miteinander zu sprechen und nicht gleich aggressiv zu werden. Nicht jeder Mensch, der keine Maske trage oder die Nase nicht bedecke sei ein Verschwörungstheoretiker oder Maskenverweigerer. Bei manchen Menschen sei dies krankheitsbedingt.

"Die Corona Krise bringt manche Probleme für Menschen mit Behinderung mit, die über die Belastung von gesunden Menschen hinausgeht. Das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes stellt für manchen Menschen mit Behinderung eine große Herausforderung dar. Nicht bei jeder Behinderung und chronischen Erkrankung kann eine Maske getragen werden. In diesen Fällen können sich diese Menschen vom behandelnden Arzt von der Maskenpflicht befreien lassen. Soweit die Theorie. In der Praxis kommt es zunehmend zu aggressiven Reaktionen von anderen Bürgern. Inzwischen empfehlen manche Ärzte auf eine solche Bescheinigung zu verzichten, da man ansonst Mobbing ausgesetzt ist." Über ein solches Verhalten von manchen Bürgern gegenüber Menschen mit Behinderungen und chronischen Krankheiten werde zunehmend in der Beratung der EUTB Bodenseekreis berichtet.

Von einer solchen Begegnung der dritten Art kann nun auch eine Mitarbeiterin der EUTB berichten. "Sie war bei Müller in Markdorf einkaufen. Sie leidet unter Asthma und COPD. Sie ist deswegen vom Tragen der Maske befreit, trägt sie aber trotzdem, um ihre Ruhe zu haben. Nun hatte sie dort, für einen Augenblick die Nase frei, damit sie atmen konnte. Da wurde sie gleich von einer Frau aggressiv angemacht, sie solle gefälligst die Maske richtig tragen. Worauf geantwortet wurde, dass sie ärztlicherseits von der Maskenpflicht befreit sei. Worauf die Frau sie anbrüllte, sie sei wohl auch so eine Verschwörungstheoretikerin." Solche und ähnliche Vorfälle häuften sich leider in der Vergangenheit. Menschen mit Behinderung hätten nicht nur mit den alltäglichen Diskriminierungen zu tun, sondern nun auch noch zusätzlich mit coronabedingten Anfeindungen, berichtet Thomas Schalski von der EUTB Bodenseekreis.

Oberteuringen (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/saoqvz3

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