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Murat Akan: “Intersektionalität ist für viele ein Fremdwort”

In einem dunkeln Raum sitzen 4 Personen auf einem Podium. Rechts daneben steht eine Moderatorin mit einem Mikrofon.
Podiumsdiskussion bei der Jahrestagung des LMB 2019. Murat Akan (erster von links).
Foto: Oana Popa

Berlin (Sozialhelden) “Curator of Outreach”, so lautet die aktuelle Berufsbezeichnung des Historikers Murat Akan. der durch Vermittlungsarbeit Berliner Museen und Gedenkstätten dabei unterstützt, ein diverseres Publikum zu erreichen. Was das für Vorteile mit sich bringt und wo es immernoch Barrieren gibt, erklärt er im Interview.

Gemeinsam mit Diversity Arts Culture veröffentlicht Die Neue Norm die Interviewreihe “Behinderung im Spielplan – Zugänge in den Kulturbetrieb”.

Murat Akan ist Historiker und seit 15 Jahren in der politischen und historischen Bildungsarbeit tätig u.a. auch für verschiedene Museen, darunter das Jüdische Museum, das Deutsche Historische Museum und die Gedenkstätte Deutscher Widerstand.

Die Neue Norm: Du arbeitest schon sehr lange im Kulturbetrieb. Auf welche Barrieren bist du auf deinem Weg hierher gestoßen?

Murat Akan: Ich bin Historiker, in Hamburg geboren und seit circa 15 Jahren in der Kulturszene tätig. Zuerst habe ich freiberuflich gearbeitet, vor allem am Jüdischen Museum Berlin, dann festangestellt bei einem Träger, der sich mit entwicklungspolitischer Bildung beschäftigt. Jetzt bin ich bei der Stiftung Topographie des Terrors im Bereich Outreach (das heißt in der Vermittlung, Anmerkung der Redaktion) tätig. Wenn ich über Barrieren nachdenke, fällt mir als erstes ein sehr einschneidendes Erlebnis ein, dass ich bei einem Bewerbungsgespräch direkt nach dem Studium hatte. Ich wusste damals noch nicht, dass ich eine sehr seltene Erkrankung habe. Ich habe die Stelle nicht bekommen – sehr viel später habe ich erfahren, dass das Gespräch als „von Alkoholismus beeinflusst“ gedeutet wurde.

Als ich das herausgefunden habe, kannte ich meine Diagnose, und es war ein großer Schock für mich. Einerseits konnte ich verstehen, dass das Gespräch so gedeutet wurde, andererseits habe ich das schwerwiegende Missverständnis dahinter gesehen. Ich kann es zwar nicht eindeutig erfassen und belegen, wie meine Krankheit meinen Werdegang beeinflusst hat, aber ich würde sagen, dass sie es auf jeden Fall getan hat.
Jetzt bin ich wieder auf Jobsuche und zweifel an der Aussage, dass schwerbehinderte Bewerber*innen bei gleicher Qualifikation eher eingestellt werden. Ich vermute fast, dass das Gegenteil zutrifft.

Das komplette Interview bei Die Neue Norm lesen.

Berlin (Sozialhelden) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/scmsuz3

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