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Landesantidiskriminierungsstelle soll in Bremen kommen

Flagge Bundesland Bremen
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Foto: Gemeinfrei, public domain

Bremen (kobinet) Das Netzwerk gegen Diskriminierung in Bremen begrüßt den Vorstoß der Regierungsfraktionen eine Landesantidiskriminierungsstelle (LADS) in Bremen einzurichten. Mit dem Beschluss des Landtags vom 9. Juli setze Bremen den bereits 2012 geäußerten politischen Willen "Diskriminierung entschlossen entgegenzutreten“ endlich in die Praxis um, schreibt das Netzwerk in einer Presseinformation.

"Wir als Bremer Netzwerk Antidiskriminierung begrüßen die längst überfällige Einrichtung einer LADS in Bremen. Wir freuen uns, dass Bremen so endlich gleichzieht mit anderen Bundesländern wie Baden-Württemberg, Berlin, Hessen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein, und somit auch seiner Verantwortung nachkommt, seine Bürger*innen noch besser vor Diskriminierung zu schützen“, erklärte die Koordinatorin des Netzwerks, Aretta Mbaruk. "Eine solche Landesantidiskriminierungsstelle muss dabei mit ausreichend Mitteln ausgestattet, finanziell langfristig gesichert sein sowie über ausreichend personelle Ressourcen verfügen.“

Nachdem erste Forderungen nach einer LADS im Jahr 2012 von den damaligen Regierungsparteien verworfen wurden, wurde das Netzwerk gegen Diskriminierung durch einen Senatsbeschluss ins Leben gerufen, jedoch ohne festen Etat. Mitglieder des Netzwerkes sind sowohl behördliche als auch unabhängige Akteure der Bremer Beratungsangebote zugunsten von Antidiskriminierung. Das Netzwerk und unter anderem der Bremer Rat für Integration fordern seit vielen Jahren die Schaffung einer LADS als zentrale Fachstelle für Diskriminierungsfragen und Antidiskriminierungsexpertise. Zuletzt wurden die konkreten Forderungen in der Stellungnahme des Netzwerkes im November 2018 formuliert.

Das Netzwerk gegen Diskriminierung sieht in der Einrichtung der LADS eine Ergänzung zu den bereits bestehenden Beratungsangeboten und eine Möglichkeit Lücken zu schließen, die in der Beratungslandschaft Bremens ganz klar existieren. So gibt es in Bremen beispielsweise keine Beratungsstelle, die Menschen berät, die Diskriminierung bei der Wohnungssuche erfahren, da alle Beratungsstellen, die einen horizontalen Ansatz verfolgen, ihren Schwerpunkt auf Diskriminierung im Arbeits-, Studium- und Ausbildungskontext haben. Von horizontalem Ansatz wird gesprochen, wenn Beratungsstellen zu allen im Allgemeinen Gleichstellungsgesetz (AGG) als schützenswerte Merkmale definierten Diskriminierungsdimensionen beraten.

Die Einrichtung einer LADS dürfe aber nicht dazu dienen, bestehende Beratungsangebote einzuschränken oder zu ersetzen – im Gegenteil, diese sollte zum Beispiel in Form von Erst- und Verweisberatung die Bremer Beratungsstrukturen nutzen, ergänzen und unterstützen. Weiterhin brauche es eine Stelle, die Erhebungen im Lande Bremen in Auftrag geben kann, um die Erfahrungen der Bürger*innen mit Diskriminierungen qualitativ und quantitativ zu erfassen, aber ebenso den Beratungsbedarf damit sichtbar zu machen, heißt es vonseiten des Netzwerks.

Bremen (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/scnx489

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