Werbung:
Werbung
Banner Fotos für die Pressefreiheit 2020
Werbung
Banner mit Inklusion Jetzt und der Schrift Dabei am 5. Mai - Live-Blog zum Protesttag
Werbung
Stellenanzeige des DIMR
Springe zum Inhalt

Kritik: Bonuszahlung nicht für alle Pflegekräfte

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen
Foto: ht

Witten (kobinet) Sie wurden beklatscht, bejubelt und sogar als Held*innen in der Corona-Krise bezeichnet, als wir in der Hochphase der Corona-Pandemie um unsere Gesundheit und unser Leben bangten. Die Rede ist von den als systemrelevant bezeichneten Pflegekräften, denen dann Bonuszahlungen versprochen wurden. Einige Monate danach zeigt sich das alles nüchterner, denn nur einige dieser sogenannten Held*innen bekommen nun tatsächlich die Bonuszahlungen, viele andere nicht. Dies kritisiert auch Dr. Carsten Rensinghoff aus Witten.

"Zugelassene Pflegeeinrichtungen sollen ihren pflegenden Beschäftigten, aufgrund der besonderen Anforderungen und Belastungen während der Corona-Krise nach §150a SGB XI – und hier sind die Sonderleistungen während der Coronavirus-SARS-CoV-2-Pandemie geregelt –, eine Anerkennung und Wertschätzung in Form einer Bonuszahlung gewähren. Der Haken an der Sache liegt hier aber dann in §71 Absatz 1 SGB XI. Hiernach sind ambulante Pflegeeinrichtungen oder -dienste selbständig wirtschaftende Einrichtungen, die unter ständiger Verantwortung einer ausgebildeten Pflegefachkraft die Pflege Bedürfenden in ihrer Wohnung mit Leistungen der häuslichen Pflegehilfe in Form der Pflegesachleistung nach $36 SGB XI versorgen. Pflegebedürftige, die ihre Pflegepersonen über das Arbeitgebermodell in Form eines Persönlichen Budgets bezahlen, haben hier jedoch das Nachsehen und können die Anforderungen und Belastungen der Pflegepersonen während der Coronakrise nicht über das Instrument Sonderzahlung anerkennen und wertschätzen. Hier muss die Gesundheitspolitik im Bund und in den Ländern unbedingt nachbessern. Pflegende oder persönliche Pflegeassistentinnen und -assistenten sollen in krisengeschwängerten Zeiten nicht von Sonderzahlungen ausgeschlossen werden", betonte Dr. Carsten Rensinghoff.

Witten (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/scejkpq



Lesermeinungen sind deaktiviert.

1Lesermeinung

Älteste zuerst
nach Bewertung Neueste zuerst Älteste zuerst
1
Michael Günter

Hmm,

hinzu kommen noch alle Beschäftigten der "ehemals" stationären Behinderten-, resp. Eingliederungshilfe. Diese standen einerseits vor dem Problem, dass man ihre Klienten nicht einfach einschliessen durfte (und der Faktor Mobilität ist da um Längen weiter ausgeprägt, als in einem Altenpflegeheim) - naja jedenfalls war dies fast überall der Fall - BW hat da ja eine nette Ausnahme gemacht und die Menschen (m.E. rechtswidrig) kaserniert...

Andererseits kam hinzu, dass die komplette Tagesstruktur (WfbM oder Tagesstätte) flöten ging und - so die eindeutige Rückmeldung, die ich bisher aus den Bereichen bekommen habe - die "Kollegen" aus diesen Einrichtungen sehr überwiegend einen "schmalen Schuh" gemacht haben - also trotz einsprechender Aufforderungen auch durch Kostenträger im "Heimbereich" auszuhelfen, man sich lieber AU meldete (d.h. die Betreuer in den stationären Einrichtungen hatten plötzlich 7 Tage pro Woche "Weihnachten" - keine Angebotsmöglichkeiten außerhalb: Ausflüge, Einkaufen, etc. plus Nullunterstützung, plus Angehörige die am Rad drehten, plus Infektionsrisiko durch die Bewohner, die dann doch mal alleine auf Tour waren, klassische Schutzausrüstung war noch weniger vorhanden, als bei den eh schon schlecht vorbereiteten Pflegeheimen....).

Inhaltlich war und ist die Situation nicht mit den Pflegeeinrichtungen vergleichbar, weil sie einfach wesentlich massiver ausgeprägt war. Nette Form von Job enrichment und ein Danke sieht anders aus...