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ORBIT-Projekt – künstliche Intelligenz für sehbehinderte Menschen

Emoji Blinder Mensch mit Hund
Emoji Blinder Mensch mit Hund
Foto: Aktion Mensch

PARIS (kobinet) Im Rahmen des ORBIT-Projekts (Object Recognition for Blind Image Training) bauen Dr. Simone Stumpf und ihr Team einen großen Datensatz auf, um künstliche Intelligenzsysteme zur Personalisierung der Objekterkennung und Objektentwicklung zu trainieren, sowie einen KI-Lehrplan zur Ausbildung blinder Jugendlicher.

Es gibt mittlerweile eine Reihe von neuen Unterstützungstechnologien für blinde Benutzer, insbesondere unter Verwendung einer Form von KI oder Computer Vision. So ermöglicht beispielsweise die Smartphone-App Seeing AI blinden Nutzern, ein Foto zu machen und Objekte zu erkennen und das Bild zu beschriften.

Das übergeordnete Ziel der Forschungsarbeit besteht darin, einen großen Bilddatensatz mit beschrifteten Objekten zu erstellen, mit dem Computervisionsmodelle zur Personalisierung der Objekterkennung trainiert werden können. Dazu untersucht das Team, wie blinde Nutzer ein persönliches Objekt fotografieren, damit es aus verschiedenen Blickwinkeln und in unterschiedlichen Kontexten erkannt werden kann.

Dr. Stumpf erklärt dazu ergänzend: „Ein weiterer Aspekt dieses Projekts ist die Entwicklung eines Lehrplans, anhand dessen Lehrkräfte Menschen mit Sehbehinderungen darüber aufzuklären können, wie KI funktioniert und wie sie an der Entwicklung dieser neuartigen Systeme und Anwendungen beteiligt werden können, einschließlich der Möglichkeit, zu diesem sehr wichtigen Datensatz beizutragen. Diese Arbeit stellt eine grundlegende Änderung für die Einbeziehung blinder Nutzer in die personalisierte Objekterkennung dar, zumal sie oft von der technologischen Innovation ausgeschlossen werden“.

Das ORBIT-Projekt wird durch den Microsoft AI-Zuschuss für Barrierefreiheit in der Kategorie „Alltag“ ermöglicht, der "moderne Lösungen für Menschen mit Behinderungen durch eine intelligente und kontextbezogene Gestaltung von Software und Geräten entwickelt".