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Beschäftigte der Alten- und Krankenpflege

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Foto: kobinet

Berlin (kobinet) Gerade im Bereich der Pflege und Assistenz wird viel über den Personalmangel diskutiert. Im Juni 2018 sind nach Angaben der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) in der Berufsgruppe "Gesundheits-, Krankenpflege, Rettungsdienste, Geburtshilfe" rund 1,06 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte tätig gewesen. Davon waren laut dem Bericht von Heute im Bundestag 601.000 beziehungsweise 56,5 Prozent in Vollzeit und 463.000 beziehungsweise 43,5 Prozent inTeilzeit beschäftigt. Dies geht aus Informationen der Bundesregierung (19/13027) an den Deutschen Bundeatag hervor.

Weitere rund 48.000 Beschäftigte waren den Angaben zufolge ausschließlich geringfügig tätig. In der Berufsgruppe "Altenpflege" waren laut Bundesregierung im selben Monat rund 583.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte tätig, davon 256.000 beziehungsweise 43,9 Prozent in Vollzeit und 327.000 beziehungsweise 56,1 Prozent in Teilzeit. Ausschließlich geringfügig tätig gewesen seien rund 35.000 Beschäftigte.

Der Fachkräftemangel war auch Thema in der 7. Berliner Runde zur Pflege. "Digitalisierung – DIE Lösung für den Fachkräftemangel?“ – diese Frage wurde dort diskutiert, zu der die rheinland-pfälzische Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler und der nordrhein-westfälische Sozialminister Karl-Josef Laumann eingeladen hatten. In der nordrhein-westfälischen Landesvertretung in Berlin befassten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit verschiedenen Beispielen für den Einsatz von Technik im Bereich der pflegerischen und präventiven Versorgung.

"Digitalisierung und künstliche Intelligenz können und werden die Arbeitswelt verändern. Dies bringt für die unterschiedlichen Arbeitsbereiche einen großen Bedarf an Qualifizierung und Weiterbildung mit sich. Daher muss die berufliche Aus- und Weiterbildung Schritt halten, damit Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in die Lage versetzt werden, aktuell und zukünftige berufliche Situationen erfolgreich zu bewältigen. Die Vorträge durch die Expertinnen und Experten sowie die präsentierten Projekte haben einen Eindruck von der Bandbreite gegeben, die Digitalisierung in der Pflege eröffnet. Sie berührt sehr sensible Bereiche, in denen wir als Gesellschaft kontinuierlich aushandeln müssen, welche Rolle digitale und technische Instrumente übernehmen sollen. Schon heute existiert beispielsweise für künstlich intelligente Systeme zur Unterstützung in der Haushaltsführung eine große Akzeptanz, da dadurch ältere oder pflegebedürftige Menschen länger zuhause wohnen bleiben können“, sagte Joachim Speicher, Abteilungsleiter im rheinland-pfälzischen Sozialministerium.

Der nordrhein-westfälische Staatssekretär Edmund Heller machte deutlich, dass die Digitalisierung der Pflege nur dann erfolgreich zum Wohle aller gestaltet werden kann, wenn so viele Akteure, Beschäftigte und betroffene Menschen wie möglich in den Prozess einbezogen werden. "Technischer Fortschritt kann die professionell Pflegenden von Routineaufgaben und -arbeit befreien, so dass mehr Zeit für Zuwendung bleibt. Pflegekräfte haben ihren Beruf gewählt, um mit Menschen zu arbeiten – nicht mit Robotern. Es braucht Transparenz, Mitbestimmung und Beteiligung, um ‚die Offenheit gegenüber Neuem‘ und die Chancen der Digitalisierung für die Versorgung pflegebedürftiger Menschen zu sichern“, erklärte der nordrhein-westfälische Staatssekretär.

Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt's unter www.menschen-pflegen.de und auf der Internetseite des rheinland-pfälzischen Sozialministeriums.