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Klein, klein der Klimaschutz?

Foto zeigt klimapolitische performance von Studenten
Eis schmilzt, wenn zu wenig gegen den Klimawandel getan wird
Foto: kobinet/sch

Berlin (kobinet) Bundeskanzlerin Angela Merkel will morgen nach New York reisen und am Montag auf dem UN-Klimagipfel vor dem Plenum der Staats- und Regierungschefs sprechen.

Im Mittelpunkt des Gipfels steht der Austausch darüber, wie das Pariser Klimaschutzabkommen noch zu erreichen ist. Die Bundeskanzlerin kommt mit dem gerade verabschiedete Maßnahmen-Paket der Bundesregierung, das schon als völlig unzureichend kritisiert wird.

Das Urteil des renommierten Klimaforschers Mojib Latif fällt vernichtend aus. "Also das ist weit hinter dem zurückgeblieben, was ich mir vorgestellt habe. Man muss es so deutlich sagen: Das ist fast eine Nullnummer", so der Wissenschaftler aus Hamburg.

Enttäuscht sind ebenso die Aktivisten von Fridays for Future, die gestern vor dem Kanzleramt demonstriert haben. Frustriert von der einstigen "Klimakanzlerin" sind auch Menschen, die in 500 deutschen Städten zum weltweiten Klimastreik auf die Straße gingen, damit der spürbare Klimawandel aufgehalten wird.

Wie bedrohlich die Situation inzwischen geworden ist, machten gestern am Brandenburger Tor Design-Studenten mit ihrer Performance deutlich: Studierende standen auf schmelzenden Eisblöcken, Stricke um den Hals, unter einem Galgen. Die Polarkappen schmelzen, die Wetterextreme nehmen zu, die Meeresspiegel steigen, und mit ihnen die Zahl der Klimaflüchtlinge und Klimatoten.

"Klein, klein der Klimaschutz?", war auf einem selbst gemalten Transparent zu lesen. "Schützen wir unsere Mutter Erde!", auf einem anderen. Einen Planeten B gibt es nicht.