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Kay Macquarrie im Beirat der Deutschen Bahn

Foto zeigt Portrait von Kay Macquarrie
Kay Macquarrie
Foto: Privat

Berlin (kobinet) Kay Macquarrie hat gerade ein Update zur Petition Bahnfahren einfach machen (für Rolli, Rad, Rollator, Buggy & Co) veröffentlicht, die bisher mehr als 90 000 Unterschriften trägt. Wie kobinet heute erfahren hat, ist der 43-Jährige für einen Beirat der Deutschen Bahn nominiert worden.

Macquarrie ist Mitglied im Sozialverband Deutschland und engagiert sich in vielen Bereichen. Der SoVD hat den Kieler über den Deutschen Behindertenrat als Mitglied für ein Gremium der Deutschen Bahn benannt, das sich mit dem Thema Barrierefreiheit beschäftigt. Als freier Journalist und Rollstuhlfahrer ist Macquarrie selbst auf die Bahn angewiesen.

In einem Interview der SoVD-Zeitung mit dem Titel Niemand will über Stufen in den Zug klettern hat er über seine Erfahrungen und über seine Pläne als Mitglied im Beirat der Deutschen Bahn gesprochen. Ihm ist es einfach wichtig, ein Verkehrsmittel zu nutzen, das klimafreundlicher ist als etwa das Auto oder das Flugzeug.

Doch die Probleme fangen da an, wo er als Rollstuhlfahrer gar nicht erst in den Zug einsteigen kann. Das betrifft vor allem den Fernverkehr. "Die Stufen müssen weg! Wir brauchen endlich einen nachvollziehbaren Plan, der aufzeigt, wie die Bahn stufenlos erreichbar ist. Alles andere ist letztlich ein Umweg", meint.Macquarrie.

Für seine Mitwirkung im Beirat hat er eine klar definierte Agenda: "Ich sehe die Bahn ganz stark in der Verantwortung – und natürlich auch die Politik. Dort hat bisher offensichtlich niemand ein Konzept, wie die Züge im Fernverkehr langfristig stufenlos nutzbar sind. Das ist skandalös und hat mit Inklusion nichts zu tun. Es muss für jeden Menschen möglich sein, spontan und selbstbestimmt mit der Bahn zu reisen."

Wie Macquarrie weiter auf seiner Petitionseite mitteilt, ist für den 6. November ein Treffen mit dem Bahnchef vorgesehen.

Ein Gedanke zu „Kay Macquarrie im Beirat der Deutschen Bahn

  1. Arnd Hellinger

    Die DB hat doch schon längst entschieden, künftig nur noch Fernverkehrsfahrzeuge zu beschaffen, die in Verbindung mit 76cm hohen Bahnsteigen stufenlos betreten/verlassen werden können. Das betrifft als Erstes konkret die ab 2023 einzusetzenden "ECX" als Nachfolger der heutigen Intercitys der ersten Generation - danach kommt dann die Ablösung der ICE1 und so geht das dann weiter. Wesentlich beschleunigen lässt sich da bei den gegebenen Entwicklungs-. Bau- und Zulassungszeiten für Schienenfahrzeuge leider kaum etwas...

    Da hätte man in der Mehdorn-Ära die derzeit in Auslieferung befindlichen ICE4 sowie IC2 entsprechend ausschreiben und entwickeln müssen - hat man aber wegen des damals geplanten Börsengangs der Verkehrssparte der DB nicht getan. Jetzt dauert's eben. 🙁

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