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Rollstuhlbasketballfest verbindet

Gemeinsam beim Rollstuhlbaskettball
Gemeinsam beim Rollstuhlbaskettball
Foto: Projekt "Rollstuhlbasketball macht Schule/We Will Roll You"

MÜNCHEN (kobinet) Am vorletzten Sommer Wochenende war es auf der Säbener Straße in München richtig heiß. Nicht nur wegen der herrlichen Temperaturen, sondern auch dank der Energie von vier Rollstuhlbasketball Mannschaften, die mit ihrem Können ein richtiges Fest für die Fangemeinde und alle Freunde dieser ungewöhnlichen Sportart geschenkt haben. Iguanaclash hieß das Freundschaftsturnier, das von den Münchener Iguanas (RBB München e.V.) mit Beteiligung der Nationalteams aus der Schweiz, Österreich und Russland organisiert wurde.

Zum einem, wollte man den Sportlern eine Möglichkeit geben, sich vor der Rollstuhlbasketball EM in Polen "aufzuwärmen". Zum anderen, ging es um ein Zusammenkommen für die internationale Gemeinschaft aus Profis und Fans. Und nicht zuletzt hieß es für den Nachwuchs im Rahmen des Projekts „Rollstuhlbasketball macht Schule/We Will Roll You“ selbst ausprobieren ! So hat man mitten in der Ferienzeit für Kinder eine extra Möglichkeit angeboten, sich in den Ferien auf kreative Weise herausfordern zu lassen.

Mit oder ohne Erfahrung, auf Rollstuhl angewiesen oder Fußgänger – die Trainer vom RBB München wissen, was die Teenager richtig bewegt.

Mittels brandneuen Sportrollstühlen schafft man die Bedingungen, um sich auf Augenhöhe zu treffen, eine besondere Kommunikation zu gestalten und richtig inklusive Momente gemeinsam zu erleben. So konnte der Nachwuchs selbst ausprobieren, ob es schwierig oder einfach ist im Rollstuhl unterwegs zu sein, die eigene Schule aus anderer Perspektive zu erkunden und neue kommunikative Formen zu testen. Rollstuhlbasketball bietet dafür eine perfekte Möglichkeit - egal, welche Erfahrung, Einschränkung, Hintergrund man hat – sich anschnallen und los geht es! Einen Rollstuhl zu fahren und zu dribbeln, den Partner sehen und richtig zu passen, ein 3-Punkte-Wurf – unmöglich, oder? Außerdem ist ja auch das Gegnerteam mit zu bedenken.

Rollstuhlbasketball scheint viel Inklusions- und Verbindungspotential zu haben: Für Sportler mit dem professionellen Anspruch, für Zuschauer, für Kinder – mit und ohne Behinderung. Therapeutische „Nebeneffekte“ sind dabei auch nicht wegzudenken. Nico Hausammann, der Kapitän der auf dem Iguanaclash triumphierenden Schweizer Mannschaft ist sich sicher: „Rollstuhlbasketball ersetzt eine Selbsthilfegruppe komplett, gerade wenn du frisch verletzt bist, da passiert mehr, als du je von irgendeinem Psychologen oder Therapeuten kriegst. Du fokussierst dich auf Sport, hast zusammen Spaß im Team und denkst nicht an die Alltagsprobleme. Es ist nichts anderes für Menschen mit und ohne Behinderung.“