
Foto: Deutsche Gehörlosen-Bund
Berlin (kobinet) Heute hat der fünftägige 18. Weltkongress des Weltverbandes der Gehörlosen unter der Schirmherrschaftdes französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Paris begonnen, nachdem er vor 48 Jahren schon einmal dort stattgefunden hat. Mehr als 1.800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 120 Ländern der Welt werden erwartet.
Der Weltkongress bekundet mit seinem innovativen Thema „Gebärdensprachrechte für alle“ den Willen zuinklusiver Politik und unterstreicht, dass die vollständige Inanspruchnahme von Sprachrechten für die Ermöglichung einer vollen Inklusion der Gehörlosen-/Gebärdensprachgemeinschaft in die nationale Gesellschaft unverzichtbar ist.
Das Kongressthema ergänzt das Internationale Jahr der indigenen Sprachen der UNESCO, die ihren Hauptsitz in Paris hat, und bietet die Möglichkeit aufzuzeigen, dass allen Gebärdensprachen der gleiche Status wie Lautsprachen zugestanden werden sollte.
Gebärdensprache ist ein kulturelles und sprachliches Gut des 21. Jahrhunderts. Deshalb ist es wesentlich, sie als Menschenrecht anzusehen und umzusetzen.
Das Kongressprogramm umfasst sechs Hauptthemen:
- Gebärdensprache und Deaf Studies,
- Bildung für Gehörlose,
- Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung,
- Technologie und Zugänglichkeit/Barrierefreiheit,
- Gesundheit
- sowie Arbeit und Beschäftigung.
An fünf Tagen gibt es insgesamt sieben Plenarvorträge und 93 Vorträge.




