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Sommerblut 2019 zieht Bilanz

Eröffnung des Tag der Begegnungen des Festivals
Eröffnung des Tag der Begegnungen des Festivals
Foto: Nathan Dreessen

KöLN (KOBINET) In der 18. Ausgabe des Sommerblut Kulturfestivals lag der Fokus auf Glaubensfragen und wie diese uns beeinflussen. Ob Glaube an Gott, Wunderheilungen, Astrologie, UFOs oder das Gute im Menschen, Sommerblut zeigte in Tanz- und Theateraufführungen, mit Performances, Ausstellungen und Musik die vielen Facetten des Glaubens.

Rund 13.500 ZuschauerInnen besuchten vom 25. Mai bis 11. Juni 2019 die 35 Produktionen mit rund 500 Künstlern an 24 Veranstaltungsorten. Neben der erstmals als Open-Air-Event am Tanzbrunnen ausgelegten Eröffnungsveranstaltung mit 5.000 Besucherinnen und Besucher erwies sich vor allem das 1. Kölner Festival der Religionen als Publikumsmagnet. Die vielfältigen musikalischen Darbietungen, Workshops und Infostände wollten sich mehr als 1.500 Kölnerinnen und Kölner nicht entgehen lassen.

Über eine Wiederholung des zusammen mit dem Rat der Religionen, der Stadt Köln und der gemeinnützigen Initiative Faiths in Tune konzipierten Events zur Förderung des interreligiösen Dialogs wird intensiv nachgedacht. Die Sommerblut-Eigenproduktion YOUTOPIA fragte, ob junge Menschen an eine gute, gerechte und friedliche Zukunft glauben. Ihre Vorstellungen von Demokratie, Zusammenleben und der Bewahrung unserer natürlichen Lebensgrundlagen brachten viele zum Nachdenken. 

Das Miteinander unterschiedlicher Kulturen und Religionen stand bei zwei anderen Sommerblut-Produktionen im Mittelpunkt: Die brisante Neuinszenierung von Shakespeares Der Kaufmann von Venedig auf Odonien konnte mit der Authentizität und Leidenschaft der Jugendlichen punkten, die aus sozial benachteiligten Quartieren stammen. Mit Rap-Passagen und viel Humor interpretierten sie die religiösen Klischeevorstellungen der 450 Jahre alten Romanvorlage völlig um. Auch in City of Faith ging es um religiöse Toleranz und Intoleranz. Regisseur Stefan Herrmann brachte im Kölner “melting pot” Chorweiler einen Chor der Gläubigen auf die Bühne, deren Bekenntnisse auch die gesellschaftliche Vielfalt und die Probleme des Zusammenlebens zum Ausdruck brachten. 

Zum fünften Mal gab es zum Abschluss des Kulturfestivals die MAD PRIDE – eine bunte und lebensfreudige Demo von und für Menschen mit Behinderung, an der dieses Jahr auch zahlreiche Menschen mit Suchterfahrungen teilnahmen. Im Rahmen der Festivalausgabe 2019 wurde auch die Barrierefreiheit der Veranstaltungen ausgebaut. Mit 22 Produktionen waren fast doppelt so viele Events zumindest teilweise barrierefrei, wie im Vorjahr.

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