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Erfolge unabhängiger Teilhabeberatung

Logo der LIGA Selbstvertretung
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Foto: LIGA Selbstvertretung

BERLIN (KOBINET) Beim Treffen der LIGA Selbstvertretung ging es gestern in Berlin auch um eine Bilanz der unabhängigen Teilahbeberatung (EUTB). Trotz so mancher Anlaufschwierigkeiten und Herausforderungen verwiesen die Mitglieder der LIGA auf eine Reihe von konkreten Erfolgen der über 500 neuen Beratungsstellen in Deutschland. Diese reichen von persönlichen Budgets, die Kund*innen der Beratungsstellen für sich mit deren Hilfe durchsetzen konnten, über eine verbesserte berufliche Teilhabe bis zur persönlichen Stärkung der Betroffenen.

Obwohl es gerade für so manche Selbstvertretungsorganisation nicht leicht war, von Jetzt auf Gleich ein neues Beratungsangebot aufzubauen und gutes Personal zu finden zeigen sich nach Ansicht der Mitglieder der LIGA Selbstvertretung nach nun gut einem Jahr eine ganze Reihe an Erfolgen des neuen Beratungsangebotes. Einerseits merke man, dass viele behinderte Menschen und Eltern auf ein solches unabhängiges Beratungsangebot förmlich gewartet hätten, so dass es viele Anfragen für Beratungen gäbe. Andererseits sei es bereits häufig gelungen, behinderten Menschen neue Türen zur Teilhabe zu öffnen. Viele behinderte Menschen hätten beispielsweise von den Möglichkeiten eines Persönlichen Budgets oder von Persönlicher Assistenz bisher kaum etwas gehört und mit Hilfe der Beratung habe man hier so manche Erfolge für mehr Teilhabe erzielen können. Auch wachse das Interesse am Budget für Arbeit als Alternative zu einer Arbeit in einer Werkstatt für behinderte Menschen stetig. Gerade auch im Bereich Arbeit sei es immer wieder gelungen, behinderte Menschen dabei zu unterstützen, entsprechende Reha- und Wiedereingliederungsmaßnahmen bewilligt zu bekommen und den Sprung ins Arbeitsleben wieder zu schaffen.

Natürlich gehe es auch um viele allgemeine Frage, zum Beispiel was man für die Beantragung eines Schwerbehindertenausweises tun muss, bzw. wo nötige Unterstung gefunden werden kann. Das Empowerment der Betoffenen spiele dabei eine wichtige Rolle, so dass behinderte Menschen einmal in Ruhe herausfinden könnten, was sie wollten und was ihnen bei der Teilhabe hilft.

Dass es noch eine Vielzahl von Herausforderungen auf dem Weg zur gleichberechtigten Teilhabe gibt und dass es gerade beim Inkrafttreten vieler neuen Regelungen zum 1. Januar 2020 noch viele Unsicherheiten bei den Betroffenen gibt, wurde in der Diskussion auch deutlich. Genauso wie die Tatsache, dass es für viele Betroffene nach wie vor nicht einfach ist, ihre Rechte durchzusetzen. Deshalb steht für die LiGA Selbstvertretung außer Frage, dass die ergänzende unabhängige Teilhabeberatung auch über das Jahr 2022 hinaus fortgeführt werden muss und der Deutsche Bundestag dies möglichst schnell auch so beschließen sollte, um Handlungssicherheit zu geben. Und vor allem müssten gerade bei den Beratungsstellen, die keine behinderte Menschen beschäftigen dringend Wege gefunden werden, wie die Beratung von Betroffenen für Betroffene professionell sichergestellt werden kann.

 

Links zu weiteren Berichten über die Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung (EUTB)

Düsseldorf: Beratung durch Selbstbetroffene - kobinet-nachrichten vom 24.4.2019

Bad Kreuznach: Markus Igel im Gespräch mit Jürgen Dusel - kobinet-nachrichten vom 18.4.2019

Berlin: Teilhabeberatung langfristig verankern - kobinet-nachrichten vom 18.4.2019

Hameln: Teilhabeberatung traf Leistungserbringer und Kostenträger - kobinet-nachrichten vom 7.3.2019

Kassel: Ein Jahr Teilhabeberatung in Kassel - kobinet-nachrichten vom 27.2.2019

Oberteuringen: Besuch des Sozialministers in Beratungsstelle - kobinet-nachrichten vom 25.2.2019

Mannheim: Guter Tipp der Teilhabeberatung für kobinet - kobinet-nachrichten vom 13.2.2019

Oberteuringen: Besuch aus der Schweiz in Teilhabeberatungsstelle - kobinet-nachrichten vom 5.2.2019

Altenkirchen, Bad Ems, Kaiserslautern, Bad Kreuznach: Unabhängige Beratung wichtiger Baustein für Teilhabe - kobinet-nachrichten vom 5.2.2019

Kaiserslautern: Zu Gast beim Bundespräsidenten - kobinet-nachrichten vom 14.1.2019

Kiel: Zwangsanordnung einer Therapie unzulässig - kobinet-nachrichten vom 3.1.2019

Kaiserslautern: Seelentröpfchen auf der roten Couch - kobinet-nachrichten vom 17.12.2018

Köln: WDR mit Jose Jokic auf dem Weg zur Arbeit - kobinet-nachrichten vom 14.12.2018

Bremen: Türkisch-Deutscher Abend zum Schwerbehindertenrecht - kobinet-nachrichten vom 13.12.2018

Köln: Teilhabeberatung bei Veranstaltung in Köln dabei - kobinet-nachrichten vom 30.11.2018

Oberteuringen: Zentrum für selbstbestimmtes Leben am Bodensee gegründet - kobinet-nachrichten vom 22.11.2018

Erfurt: Personenzentrierte Denkweise noch nicht in allen Köpfen angekommen - kobinet-nachrichten vom 16.11.2018

Hameln/Mannheim: Spontanes EUTB-Gedichtchen - kobinet-nachrichten vom 5.11.2018

Halle: Von der Schwierigkeit, Bilder zu beschreiben - kobinet-nachrichten vom 3.11.2018

Essen: Wolfgang Biermanski nun als Peer Berater tätig - kobinet-nachrichten vom 31.10.2018

Kassel: Teilhabeberatungsstelle weitet Angebot aus - kobinet-nachrichten vom 30.10.2018

Stuttgart: Teilhabeberatungsnetz in Stuttgart komplett - kobinet-nachrichten vom 29.10.2018

Köln: Tag des Persönlichen Budgets in Köln - kobinet-nachrichten vom 27.10.2018

Kassel: Schwungvoll in die Teilhabeberatung - kobinet-nachrichten vom 13.10.2018