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BERLIN (KOBINET)
BERLIN (KOBINET) Für ein solidarisches Europa demonstrierten heute 150 000 Menschen in sieben deutschen Städten. Eine Woche vor den Europawahlen bekundeten sie ihr unüberhörbares Nein zum Nationalismus. An diesem Aktionstag gingen zugleich in 50 europäischen Städten Menschen gegen einem drohenden Rechtsruck in der Europäischen Union auf die Straße. Menschen mit Behinderungen waren dabei, weil sie Angriffe von erstarkten Rechtspopulisten und Reaktionären befürchten.
Am Berliner Alexanderplatz rief Marcus Graubner vom Allgemeinen Behindertenverband in Deutschland auf, am kommenden Sonntag an die Wahlurnen zu gehen, für ein soziales Europa der Vielfalt und gegen die Aufweichung von mühsam erkämpften Errungenschaften zu stimmen.
„Alle Menschen sind gleichwertig, haben die gleiche Würde: Das ist der zentrale Gedanke, der Europa zusammenhält. Das dürfen wir uns nicht kaputt machen lassen von jenen, die sich nun anschicken, mit rassistischen und nationalistischen Parolen ins EU-Parlament einzuziehen.“ Ulrich Schneider vom Paritätischen Wohlfahrtsverband brachte es auf den Punkt, um das Motiv der Demonstranten für einen demokratischen Aufbruch gegen Rechts zu erklären.
Unter den 25 000 Teilnehmern der Demo zwischen Alex und Siegessäule war auch der Berliner Kultursenator Klaus Lederer. „Es wäre schön, wenn Rechtspopulisten nicht zurücktreten müssten, weil sie betrunken in einer zweifelhaften Villa mit vermeintlichen Oligarchen gefilmt werden, sondern weil sie eine verheerende Politik machen“, sagte der Linken-Politiker dem rbb. Er spielte damit auf den Rücktritt des österreichischen Vizekanzlers Heinz-Christian Strache (FPÖ) an. Das machte unter den Demonstranten schnell die Runde




