Werbung

Springe zum Inhalt

Bayern setzt bei beruflicher Inklusion auf Bewusstseinswandel

Wappen von Bayern
Wappen von Bayern
Foto: Public Domain

MüNCHEN (KOBINET) "Ein inklusives Bayern, an dem jeder und jede gleichberechtigt teilhaben kann, ist mir ein besonderes Anliegen. Dazu gehört es auch, dass Menschen mit Behinderung mehr Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt erhalten“, fordert Bayerns Arbeitsministerin Kerstin Schreyer anlässlich der Veröffentlichung der Arbeitsmarktzahlen der Bundesagentur für Arbeit. Damit auch Menschen mit Behinderung von der guten Arbeitsmarktlage und der steigenden Fachkräftenachfrage profitieren können, brauche es zu allererst einen Bewusstseinswandel in den Köpfen.

Wenn den Personalverantwortlichen noch mehr bewusst wird, dass Menschen zunächst einmal Menschen sind, egal ob mit Behinderung oder ohne, dann sei ein wichtiger Schritt in Richtung Inklusion getan, erklärte die Ministerin in einer Presseinformation vom 2. Mai. "Ich habe im vergangenen Jahr einen Runden Tisch mit der bayerischen Wirtschaft und der Arbeitsverwaltung eingerichtet. Erst vor wenigen Tagen hat der Runde Tisch erneut getagt. Gemeinsam wollen wir die berufliche Inklusion von Menschen mit Behinderung voranbringen. Wir werden mit konkreten Maßnahmen aufzeigen, welche Vorteile Arbeitgeber haben, wenn sie Menschen mit Behinderung einstellen.“

Die Förderung der beruflichen Inklusion sei eines der wichtigsten Ziele der Staatsregierung. Einstellungs- und beschäftigungswillige Betriebe erhalten von den bayerischen Inklusionsämtern Beratung und Förderung. Allein im Jahr 2018 habe der Freistaat dazu fast 100 Millionen Euro Fördermittel bereitgestellt. "Zudem verbessern wir regelmäßig das bestehende Infoportal, das sowohl Bewerbern mit Behinderung als auch potenziellen Arbeitgebern konkrete Informationen liefert und anhand zahlreicher guter Beispiele aufzeigt, wie Inklusion im Arbeitsleben funktionieren kann. Auch finden Betriebe Informationen über Fördermöglichkeiten.

Weitere Informationen gibt's unter: www.arbeit-inklusiv.bayern.de

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, beschäftigen mehr als 60 Prozent der Arbeitgeber in Bayern nicht genug schwerbehinderte Menschen - und müssen deshalb rund 113 Millionen Euro Ausgleichsabgabe zahlen. Mehr als 16.000 Unternehmen aus dem öffentlichen und privaten Bereich kamen dem Bericht zufolge 2017 ihrer Beschäftigungspflicht nicht oder nicht ausreichend nach. Rund 7.000 Arbeitgeber beschäftigten gar keine schwerbehinderten Menschen, davon 266 aus dem öffentlichen Bereich.

Link zum Bericht in der Süddeutschen Zeitung