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Gehwege müssen sicherer Schutzraum sein

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Foto: ht

BERLIN (KOBINET) Bei der gestern in Berlin in der Nähe des Bundesverkehrsministeriums durchgeführten Aktion gegen E-Roller auf Gehwegen betonte Ursula Engelen-Kefer, die Landesvorsitzende des Sozialverband Deutschland (SoVD) Berlin Brandenburg, dass Gehwege ein sicherer Schutzraum für alle Fußgänger sein müssen. "Dies gilt insbesondere auch für Menschen in höherem Lebensalter ohne und mit Behinderungen, aber auch genauso für Familien mit kleinen Kindern."

Es sei bereits heute eine Zumutung, wie die Gehwege zunehmend von Fahradfahrern teilweise ohne Rücksicht auf Fußgänger okkupiert werden. Klingeln von hinten und Vorbeifahrt nur noch in Zentimeterabstand seien eine permanente Gefährdung der Sicherheit für Fußgänger. "Nach der jetzt dem Bundesrat vorliegenden E Roller Verordnung würde sich dies weiter verschärfen, wenn jetzt auch motorisierte Fahrzeuge auf Gehwegen zugelassen werden. Die vorgesehene Beschränkung auf E Roller bis zu 12 km/h ist eine unkontrollierbare 'Farce', die Nutzung als Spielzeug von Kindern bis 12 Jahren eine weitere Gefährdung. Schon heute haben die verantwortlichen Behörden bereits vor der permanenten Gefährdung der Fußgänger durch Fahrräder auf den Gehwegen kapituliert.
Auch als SoVD fordern wir Bundesverkehrsminister Scheuer und die Bundesländer dringend auf, das Netz eigener Fahrwege für Fahrräder und E Roller zu erweitern bzw. Sicherheitszonen auf Fahrstraßen herzustellen. Fußgänger dürfen nicht Anarchie und faktischer Gesetzlosigkeit auf den Gehwegen ausgeliefert sein", machte Ursula Engelen-Kefer in ihrem Redebeitrag bei der von Fuss e.V. organisierten und u.a. vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband unterstützten gestrigen Protestaktion deutlich.

Link zur Ankündigung der Aktion