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Von Meilensteinen und der eigenen Geschichte

Teilnehmer*innen der 18. Peer Counseling Weiterbildung
Teilnehmer*innen der 18. Peer Counseling Weiterbildung
Foto: Matthias Rösch

UDER (KOBINET) Am Montag hat der mittlerweile 18. Peer Counseling Weiterbildungskurs des Bildungs- und Forschunsinstituts zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) in Uder begonnen. Gestern beschäftigte sich die Gruppe vorrangig mit Meilensteinen der Behindertenbewegung und der eigenen Geschichte, die die Teilnehmer*innen mit ganz unterschiedlichen Behinderungen geprägt und gestaltet haben.

Seit mittlerweile 25 Jahren führt das in Kassel ansässige Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) mittlerweile Peer Counseling Weiterbildungen durch. Seit Einführung der ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatungsstellen (EUTBs) ist die Nachfrage nach einer solchen Weiterbildung für Menschen mit ganz unterschiedlichen Behinderungen enorm gewachsen. Diese Woche findet daher der erste von insgesamt sechs Weiterbildungsblöcken im thüringischen Uder statt. Da es gerade in der Beratung von behinderten für behinderte Menschen wichtig ist, sich mit der eigenen Geschichte, eigenen Diskriminierungserfahrungen, aber auch mit Erfolgen der Behindertenbewegung zu beschäftigen, stand dieses Thema gestern auf der Tagesordnung dieses ersten Weiterbildungskurses. Dass es dabei viele ähnliche Erfahrungen gibt, dass die Teilnehmer*innen trotz zum Teil ganz anderer Einschränkungen vieles gemeinsam haben, das wurde in der Diskussion deutlich. Und für viele, die relativ neu in der Szene sind, war daher auch die Geschichte und die diversen Meilensteine der Behindertenbewegung interessant. Diese reicht von den Protesten der Krüppelbewegung, über den Kampf für die Aufnahme des Benachteiligungsverbotes und für Gleichstellungsgesetze, bis zur Verabschiedung und noch anstehenden Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.