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Entminung immer schwieriger

Minenräumer in der libyschen Wüste
Minenräumer in der libyschen Wüste
Foto: Till Mayer/HI

MüNCHEN (KOBINET) Handicap International (HI) ist besorgt über die große Anzahl an Blindgängern durch den weit verbreiteten Einsatz von Explosivwaffen in aktuellen Konflikten. Außerdem ist der Einsatz von improvisierten Minen gestiegen. Die verminten Zonen befinden sich häufig in städtischen Gebieten, sie sind immer schwieriger zu räumen, warnt heute die gemeinnützige Nichtregierungsorganisation. HI führt in sieben Ländern Räumungsprojekte durch: Kolumbien, Irak, Laos, Libanon, Libyen, Senegal und Tschad.

Die Organisation testet auch innovative Wege, um die Entminungsarbeit zu erleichtern. Beispielsweise werden Drohnen eingesetzt, um betroffene Gebiete schneller zu erkennen und zu vermessen. Insgesamt sind 60 Staaten und andere Gebiete durch Minen und explosive Kriegsreste in der ganzen Welt verseucht.

Explosive Kriegsreste verhindern Rückkehr der Flüchtlinge

Die Leiterin der politischen Abteilung von Handicap International Deutschland, Dr. Eva Maria Fischer, unterstreicht die Gefahren für die Zivilbevölkerung: "Die Kontamination in städtischen oder stadtnahen Gebieten ist eine ernsthafte Bedrohung für die Bevölkerung und stellt ein großes Hindernis für den Wiederaufbau dar. Hunderttausende von Binnenvertriebenen und Flüchtlingen können wegen der Gefahr durch explosive Kriegsreste nicht nach Hause zurückkehren. In vielen Regionen gibt es außerdem noch Kontaminationen durch frühere Konflikte. Wir müssen unsere Anstrengungen noch mehr verstärken, um diese Gebiete zu räumen und die Bevölkerung über die Gefahren aufzuklären, die von explosiven Kriegsresten ausgehen."