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Radkralle oder abschleppen?

Radkralle
Radkralle
Foto: kobinet/sch

BERLIN (KOBINET) Wer in Dänemarks Hauptstadt widerrechtlich sein Auto auf einem Behindertenparkplatz abstellt, kann künftig mit einer mechanischen Wegfahrsperre rechnen. Die Stadtverwaltung wolle den Autos der Falschparker "Krähen" an die Räder legen, so eine Dänin in ihrem Leserbrief an kobinet. Ein "genialer Beschluss, der nur noch vom Verkehrsministerium Dänemarks zu genehmigen sei", entnahm sie der Tageszeitung Politiken.

Ein aktuelles Problem auch in Berlin, erfuhr der hiesige kobinet-Korrespondent in einer kurzen telefonischen Umfrage unter Betroffenen. "Erfreulicher Weise sind in zahlreichen neuen Einkaufszentren Behindertenparkplätze unübersehbar mit dem Rollstuhl-Symbol ausgewiesen. Diese Parkplätze sind größer als die anderen und werden gern von den SUV, den schnellen, umweltfeindlichen Verkehrsrowdies, genutzt. Radkralle und deftiges Bußgeld sollten asoziales Verhalten strenger bestrafen", so ein Marzahner.

"Das Auto mit der Radkralle blockiert dann noch Stunden später den dringend nötigen für behinderte Menschen reservierten Parkplatz. Abschleppen wäre besser", meint eine Frau aus dem Stadtbezirk Mitte. Allerdings müsse schneller reagiert werden, wenn im Ordnungsamt oder am Bürgertelefon der Polizei auf notorische Parksünder hingewiesen wird.

Fazit: Radkralle und abschleppen! Doppelt hält besser! Die überdimensionalen privaten Allradautos sollten in den Städten den Umwelt schonenden kleineren Fahrzeugen weichen, die öffentlichen Verkehrsbetriebe ohne Barrieren attraktiver werden. Dann würde die Stadt den Bürgern gerecht, die auf den Rollstuhl angewiesen oder anderweitig in ihrer Mobililtät eingeschränkt sind.