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Inklusionsbotschafter*innen für mehr Tempo bei Inklusion

Bunte Gruppe
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Foto: ISL

KASSEL (KOBINET) Anlässlich des 10jährigen Jubiläums zum Inkrafttreten der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen in Deutschland am 26. März 2009 fordern die derzeit 100 Inklusionsbotschafter*innen mehr Tempo bei der Verwirklichung der Inklusion und für die konsequente Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. "Vieles geht in Deutschland in Sachen Inklusion viel zu langsam. Doch Inklusion geht uns alle an und wir alle können in den Bereichen, in denen wir aktiv sind, etwas ganz Konkretes tun, damit behinderte und nichtbehinderte Menschen gleichberechtigt leben können und von Anfang an willkommen sind“, erklärte Susanne Göbel, Koordinatorin des Modellprojektes "Inklusionsbotschafter*innen – Vernetzung von UnterstützerInnen auf dem Weg zur Inklusion".

Das Inklusionsbotschafter*innen-Projekt wird vom Behindertenverband Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) noch bis Ende 2019 durchgeführt und von der Aktion Mensch Stiftung gefördert. "Inklusion ist kein bloßes Wunschdenken, sondern ein von den Vereinten Nationen festgeschriebenes und von Deutschland 2009 ratifiziertes Menschenrecht, das endlich konsequent umgesetzt werden muss. Denn die Alternative ist, dass wir weiterhin akzeptieren, dass behinderte Menschen an den Rand gedrängt, diskriminiert und ausgegrenzt werden. Viele gute Beispiele zeigen einerseits, dass behinderte Menschen, wie alle anderen auch, mitten in der Gesellschaft leben, arbeiten und ihre Freizeit verbringen können, wenn sie die entsprechende Unterstützung und Rahmenbedingungen bekommen. Andererseits werden beispielsweise täglich neue Barrieren aufgebaut, weil es keine klaren und verbindlichen Regeln gibt, die eingehalten werden müssen. Inklusion beschränkt sich dabei nicht nur auf behinderte Menschen, sondern betrifft alle Menschen“, erklärte Susanne Göbel, Koordinatorin des Modellprojektes. Bundesweit setzen sich derzeit 100 Menschen mit ganz unterschiedlichen Behinderungen in ihrem Umfeld und Wirkungskreis dafür ein, dass mehr Inklusion gewagt und diese konkret umgesetzt wird.

"Ich setze mich für eine Leichte Sprache ein, damit alle verstehen können, worum es geht. Denn als Mensch mit einer Lernschwierigkeit erlebe ich oft, wie lange Sätze und Fremdwörter mir und anderen das Leben schwer machen", erklärte Josef Ströbl, der sich als Inklusionsbotschafter für die Übersetzung von Informationen in Leichte Sprache einsetzt. Er prüft zum Beispiel Texte auf ihre Verständlichkeit und führt Schulungen zur Leichten Sprache durch. So wie er engagieren sich Inklusionsbotschafter*innen beispielsweise für barrierefreie Verkehrsmittel und Wohnungen, für inklusive Kultur- und Freizeitangebote, sowie für inklusive Lebens- und Arbeitsmöglichkeiten.

Link zu Informationen zum Inklusionsbotschafter*innen-Projekt sowie zu den Porträts und Berichte über Aktivitäten der einzelnen Inklusionsbotschafter*innen



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