Werbung

Springe zum Inhalt

Programm für individuelle Pflege in Baden-Württemberg

Wappen von Baden-Württemberg
Wappen von Baden-Württemberg
Foto: Public Domain

STUTTGART (KOBINET) Baden-Württemberg will die pflegenden Angehörigen entlasten und Pflegebedürftigen ein möglichst selbstbestimmtes Leben in ihrer gewohnten Umgebung ermöglichen. Dazu sollen in Baden-Württemberg auch in diesem Jahr wieder innovative Pflegekonzepte im ganzen Land eingesetzt werden. 15 Projekte erhalten eine Förderung von insgesamt 2,4 Millionen Euro aus dem „Innovationsprogramm Pflege“. Dies gab Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha am Donnerstag in Stuttgart bekannt.

Die ausgewählten Projekte, die durch innovative Ansätze die Pflegelandschaft in Baden-Württemberg weiterentwickeln und verbessern sollen, liegen in den Städten Aalen, Esslingen, Heidenheim, Karlsruhe, Lörrach, Ludwigsburg, Reutlingen, Rottweil, Schallstadt, Schwäbisch Gmünd (Lindach und Weststadt), Stuttgart und Tübingen. „Wir wollen jedem Menschen mit Unterstützungsbedarf ein möglichst selbstbestimmtes Leben in vertrauter Umgebung ermöglichen. Jede und jeder soll im Alter selbst entscheiden können, welche Pflege- und Unterstützungsangebote sie oder er in Anspruch nehmen will. Deshalb fördern wir mit unserem Innovationsprogramm neuartige Pflege- und Versorgungsmodelle, die als Vorbild für die gesamte Pflegelandschaft dienen“, sagte Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha.

Er wies darauf hin, dass 60 Prozent aller zuhause lebenden pflegebedürftigen Menschen ausschließlich durch informelle Pflege versorgt werden, also ohne professionelle Unterstützung. Für die pflegenden Angehörigen, fast drei Viertel von ihnen Frauen, bedeute das meist eine sehr starke Belastung. „Es ist deshalb wichtig, dass wir Hilfsangebote für diese Gruppe stärken. Indem wir die pflegenden Angehörigen entlasten, helfen wir auch den Menschen mit Betreuungs- und Pflegebedarf dabei, weiterhin ein möglichst selbstbestimmtes Leben in ihrer gewohnten Umgebung führen zu können“, so Lucha weiter.

Ein Schwerpunkt der diesjährigen Förderrunde liege daher weiterhin auf Projekten, durch die pflegende Angehörige unterstützt und entlastet werden. Von großer Bedeutung sind dabei Angebote der Nacht- und Tagespflege sowie der Kurzzeitpflege. Bei Einrichtungen der Nacht- und Tagespflege liegt ein Augenmerk auf bedarfsgerechten Öffnungszeiten. Die Einrichtungen der Kurzzeitpflege werden über das Sonderförderprogramm „Solitäre Kurzzeitpflege“ gefördert. In diesem Programm sind Antragstellungen noch laufend auf dieser Internetseite möglich.