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Veranstaltung: Die haben uns behandelt wie Gefangene

Drei rote Ausrufezeichen
Drei rote Ausrufezeichen
Foto: ForseA e.V.

HAMBURG (KOBINET) "Die haben uns behandelt wie Gefangene", so lautet der Titel einer zweiten Veranstaltung zur Anerkennung der Opfer von Gewalt und Unrecht in der Behindertenhilfe und Kinder- und Jugendpsychiatrie, die am 20. März von 16:00 - 19:00 Uhr in der Kulturküche am Alsterdorfer Markt 11 in 22297 Hamburg stattfindet und von der Evangelischen Stiftung Alsterdorf durchgeführt wird.

"Die Stiftung 'Anerkennung und Hilfe' hat das Ziel, Menschen mit Behinderung, die in den Einrichtungen der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendpsychiatrie in den 1950-1970 Jahren Leid und Unrecht erlebt haben, finanziell zu unterstützen und ihnen bei der Bewältigung der Folgewirkungen der Vergangenheit zu helfen. Die gemeinsame Auftaktveranstaltung der Evangelischen Stiftung Alsterdorf und der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration war am 20. März 2017. Jetzt – nach zwei Jahren – wollen wir wieder gemeinsam und mit vielen Betroffenen zusammen, eine Zwischenbilanz ziehen. Was ist seitdem geleistet worden? Sind die Hilfe und die Anerkennung bei den Betroffenen angekommen? Und wir wollen weiter fragen, was führt in Einrichtungen, egal ob Behindertenhilfe, Psychiatrie, Schulen oder Gefängnissen, eigentlich dazu, dass es zu Gewalt kommt, zu Züchtigungen und Übergriffen, zu Demütigungen, Isolierung, Fixierung und brutalen Bestrafungen? Gibt es Möglichkeiten der Prävention – auch eine aktuelle Frage? Und: Was ist der Stand der Begleitforschung, die ebenfalls mit Mitteln der Stiftung gefördert wird", heißt es in der Ankündigung der Veranstaltung.

Link zu weiteren Informationen zur Veranstaltung der Evangelischen Stiftung Alsterdorf

Bis Ende November 2018 haben sich bzbdesweit rund 10.300 Betroffene beziehungsweise deren Vertretungen an die Beratungsstellen der Stiftung "Anerkennung und Hilfe" gewandt. Das geht aus einer Antwort (19/7009) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (19/6498) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor. Die Stiftung hat im Jahr 2017 ihre Arbeit aufgenommen, um ein Hilfesystem für Kinder und Jugendliche zu errichten, die in Einrichtungen der Behindertenhilfe sowie der Kinder- und Jugendpsychiatrie untergebracht waren und dort Opfer von Gewalt und Missbrauch wurden. In der Antwort heißt es weiter, dass bisher an knapp 4.200 Menschen finanzielle Anerkennungs- und Unterstützungsleistungen gezahlt wurden, die sich auf rund 46 Millionen Euro belaufen.

Link zum Bericht der kobinet-nachrichten vom 25. Januar 2019

Link zur Stiftung Anerkennung und Hilfe