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Gute Arbeit für Menschen mit Behinderung
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Modellprojekt zur unterstützten Elternschaft

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DORTMUND (KOBINET) MOBILE Selbstbestimmtes Leben Behinderter Dortmund führt in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Planung und Evaluation der Universität Siegen ein Modellprojekt durch, welches zum Ziel hat die Unterstützungsmöglichkeiten von Eltern mit Lernschwierigkeiten und ihren Kindern in Nordrhein-Westfalen zu verbessern. Die Zusammenarbeit mit anderen Trägern und Sensibilisierung für die Situation der Familien ist ein wichtiger Bestandteil des Projekts.

Ziel des Projekts ist, dass Eltern mit Lernschwierigkeiten und ihre Kinder zusammenleben können und vor Ort bedarfsgerechte und qualitätsgesicherte Unterstützung erhalten. Dass Eltern mit sogenannter geistiger Behinderung bzw. mit Lernschwierigkeiten mit ihren Kindern zusammenleben können, ist in Deutschland auch fast 10 Jahre nach der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention durch die Bundesrepublik Deutschland nicht selbstverständlich. Zwar gibt es immer mehr Unterstützungsangebote für Eltern mit Lernschwierigkeiten und ihre Kinder. Diese werden als Angebote der Begleiteten Elternschaft an der Schnittstelle von Kinder- und Jugendhilfe und Behindertenhilfe als ambulante Unterstützung in der eigenen Wohnung oder als stationäres Unterstützungsangebot in Mutter/Vater-Kind-Einrichtungen erbracht. Es fehlt aber weiterhin an wohnortnaher Unterstützung für viele Familien", heißt es in einer Presseinformation des Projektes. 

Dies bedeute, dass zum Beispiel immer wieder Familien, gerade mit intensivem Unterstützungsbedarf, ihr Umfeld verlassen müssen, um in eine weit entfernte stationäre Einrichtung zu ziehen. Ein weiteres Problem sei, dass die Unterstützung eine Kombination aus Kinder- und Jugendhilfe- und Eingliederungshilfeleistungen ist und es deshalb häufig zu Zuständigkeitskonflikten kommt. "Im Bundesteilhabegesetz ist für die Eingliederungshilfe erstmalig explizit aufgenommen, dass Mütter und Väter zur selbstbestimmten und eigenständigen Bewältigung des Alltags einen Anspruch auf Hilfe bei der Versorgung und Betreuung ihrer Kinder haben. Davon unabhängig stehen allen Eltern unabhängig von einer Behinderung Hilfen zur Erziehung zu. Ziel dieser freiwilligen Leistungen ist die Schaffung positiver Lebensbedingungen für Kinder, Jugendliche und ihre Familien. Es ist das Recht aller Eltern, diese bei Bedarf zu beantragen und in Anspruch zu nehmen. Zu Zuständigkeitskonflikten kann es weiterhin führen, wenn es nicht gelingt, die Assistenzleistungen für Mütter und Väter mit Behinderungen bezogen auf die individuelle Familiensituation in ein sinnvolles Verhältnis zu den Hilfen zur Erziehung zu setzen, die alle Eltern adressiert", heißt es vonseiten des Projektes.

Ziel des Modellprojekts ist es Jugendämtern, Landschaftsverbänden, Leistungserbringern sowie den betroffenen Eltern und ihren Angehörigen die notwendigen Informationen zur Verfügung zu stellen, um eine Unterstützung zu konzipieren, zu organisieren und umzusetzen. Durch die Entwicklung eines Rahmenkonzepts mit Leitlinien zur Begleiteten Elternschaft, eines Qualifikationsprofils für Fachkräfte und Qualifikationsmaterial soll außerdem die Qualität der Angebote gesichert werden. Durch Vereinbarungen mit den Kostenträgern wird eine Sicherung der Zuständigkeitsklärung und Kostenübernahme angestrebt. Im Rahmen von Pilotierungen wird das erarbeitete Material erprobt und bei Bedarf die regionale Vernetzung unterstützt. Die Mitarbeiterinnen des Modellprojekts stehen darüber hinaus für Einzelberatungen zur Verfügung. Das Modellprojekt ist auf Nordrhein-Westfalen beschränkt.

Informationen zum Modellprojekt gibt's unter
https://www.mobile-dortmund.de/141-0-Modellprojekt-Begleitete-Elternschaft-NRW.html