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Über das Budget für Arbeit informieren

Budget, Geldscheine
Budget, Geldscheine
Foto: Irina Tischer

JENA (KOBINET) Der Veranstaltungsraum des Jenaer Sozialamtes war voll, als dort am vergangenen Donnerstag eine gemeinsame Veranstaltung des Jenaer Zentrums für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen mit der Stadt Jena zum Budget für Arbeit stattfand. Auch wenn in Jena bisher noch niemand ein Budget für Arbeit nutzt, wie es im Rahmen des Bundesteilhabegesetzes seit 1. Januar 2018 möglich ist, hat die Veranstaltung nach Ansicht von Barbara Vieweg von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) Vorbildcharakter und macht hoffentlich auch in anderen Städten Schule.

Dass Menschen mit Behinderungen mit der Hilfe von Persönlichen Budgets die Türen geöffnet werden, um statt in einer Werkstatt für behinderte Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten und dort auch entsprechend entlohnt werden, das ist in Jena nicht neu. Das Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen unterstützt hier bereits seit Jahren behinderte Menschen. Doch dass es zum Budget für Arbeit noch viele Fragen und zum Teil noch ungeklärte Regelungen gibt, das wurde bei der Veranstaltung deutlich. Dennoch waren sich die TeilnehmerInnen darin einig, dass mehr dafür getan wird, dass behinderte Menschen das Budget für Arbeit nutzen können, sie die entsprechenden Informationen bekommen und die Fördermöglichkeit so unkompliziert wie möglich gestaltet werden muss.

Das NETZWERK ARTIKEL 3 und die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) hofft, dass mehrere Städte bzw. diejenigen, die für die Finanzierung des Budgets für Arbeit zuständig sind, über diese Möglichkeit informieren. Barbara Vieweg kündigte daher an, dass die beiden Initiativen auch bei der Werkstättenmesse vom 27. bis 30. März in Nürnberg mit einem Stand präsent sein und über das Budget für Arbeitinformieren werden. Die Veranstaltung war auf jeden Fall ein gutes Beispiel dafür, dass die Diskussion über Alternativen zu Werkstätten für behinderte Menschen überfällig ist, wie dies eine Reihe von Akteuren vor kurzem in einem Offenen Brief gefordert haben.

Link zum Offenen Brief in Leichter Sprache

Link zu Informationen zum Offenen Brief in schwerer Sprache

Link zum Offenen Brief in schwerer Sprache

Link zur Stellungnahme der BAG Werkstätten für behinderte Menschen (BAG WfbM) und der Werkstatträte Deutschland