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VdK fordert faire Arbeit, sichere Renten und menschenwürdige Pflege

Logo des VdK Nordrhein-Westfalen
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Foto: VdK NRW

DüSSELDORF (KOBINET) Beim Neujahrsempfang des Sozialverbands VdK Nordrhein-Westfalen thematisierte der Vorsitzende Horst Vöge in Düsseldorf wesentliche gesellschaftliche Herausforderungen für 2019 - und darüber hinaus. Zu diesen Forderungen für eine zukunftsgerichtete Sozialpolitik im Zuge des digitalen Wandels standen dabei faire Arbeit, sichere Renten und menschenwürdige Pflege im Mittelpunkt.

"Schließlich lebt hierzulande mittlerweile jeder Sechste am Existenzminimum", hob Vöge hervor und fuhr vor rund 120 Gästen fort: "Nach Angaben des Statistischen Landesamts liegt die Armutsquote in Nordrhein-Westfalen mit 17,2 Prozent über dem bundesweiten Durchschnitt. Dabei bezieht etwa jeder Vierte der Betroffenen eine Rente und ein Drittel ist erwerbstätig - 40 Prozent davon sogar in Vollzeit". Horst Vöge mahnte in dem Zusammenhang, "dass sich Gewinne und Einkommen nicht immer stärker in Richtung Kapital verschieben dürfen."

Gerade mit Blick auf die Digitalisierung müsse die Landesregierung daher beim Ausbau des öffentlich geförderten Arbeitsmarkts vorangehen, damit beispielsweise Langzeitarbeitslose und Menschen mit Behinderung faire Beschäftigungschancen haben. Um die Rente heute und in Zukunft auf sichere Füße zu stellen, bezeichnete Vöge außerdem die von der Bundespolitik angestrebte Altersvorsorgepflicht als "Schritt in die richtige Richtung". Insbesondere mit Blick auf ältere Frauen, die laut Schuldneratlas 2018 zunehmend mit steigenden Ausgaben für Miete und Lebenshaltung zu kämpfen haben, fordert der Sozialverband VdK darüber hinaus einen monatlichen Freibetrag von mindestens 200 Euro für Grundsicherungsempfänger. "Ansonsten gehen diejenigen, die am dringendsten auf die durchgesetzten Verbesserungen bei der Mütterrente angewiesen sind, weiter leer aus", so der Landesvorsitzende, der sich nicht zuletzt für eine solidarische Finanzierung von Pflege im Sinne einer Vollversicherung aussprach:

"Steigende Kosten dürfen nicht allein den Betroffenen und Angehörigen aufgedrückt werden. Zur Modernisierung des Sozialstaats ist es aus unserer Sicht längst Zeit für ein verändertes Finanzierungssystem und gezieltere Maßnahmen gegen Steuerflucht, etwa von Internetgiganten", so der Landesvorsitzende des VdK Nordrhein-Westfalen.



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