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Ossietzky-Medaille wird festlich verliehen

Profilbild  zur Auszeichnung
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Foto: ILfMr

UNBEKANNT (KOBINET) Die Internationale Liga für Menschenrechte verleiht die Carl-von-Ossietzky-Medaille 2018 am kommenden Sonntag auf einer festlichen Veranstaltung im Berliner Grips Theater an die kurdische Kommunalpolitikerin Leyla Imret aus Cizre/Türkei und an den Behindertenrechtler Ottmar Miles-Paul aus Kassel. Mit ihrem herausragenden Engagement setzen sich beide Auszuzeichnende mit allem Nachdruck für die Rechte benachteiligter und unterdrückter Menschen ein und lenken den Blick der Öffentlichkeit auf die soziale und politische Ausgrenzung von Minderheiten, so die Liga. Karl Finke, der vor 25 Jahren mit dieser Medaille geehrt wurde, hält die Laudatio auf Ottmar Miles-Paul.

Der Präsident des Behinderten-Sportverbandes Niedersachsen und ehemalige Landesbehindertenbeauftragte erhielt 1993 die Carl-von-Ossietzky-Medaille für eine bundesweite Anti-Gewaltkampagne, die sich nicht nur der Gewalt gegenüber Menschen mit Behinderung, sondern auch gegen Migranten, Obdachlose und Menschen gleichgeschlechtlicher Orientierung entgegenstellte.

In der Behindertenbewegung ist Ottmar Miles-Paul seit über 30 Jahren einer der wichtigsten Protagonisten, so die Liga: Er trägt durch seinen wegweisenden, konsequenten und kämpferischen Einsatz gegen herrschende Vorurteile dazu bei, dass Menschen mit Behinderungen selbst aktiv werden und aus eigener Erfahrung Konzepte zur Durchsetzung ihrer Rechte entwickeln. National und auch international wirkte er an Gründung und Aufbau zahlreicher Initiativen und Projekte von Betroffenen für Betroffene mit, die darauf abzielen, selbstbestimmtes Leben zu organisieren. Nicht zuletzt als rheinland-pfälzischer „Landesbeauftragter für die Belange behinderter Menschen" hat er wesentliche Fortschritte hin zur Gleichstellung von Menschen mit und ohne Behinderung und zum inneren Frieden einer inklusiven Gesellschaft entschlossen durchgefochten.



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