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Frauen mit Behinderung aktiv

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WUPPERTAL (KOBINET)

WUPPERTAL (KOBINET) Frauen mit Behinderung sind nicht nur besonders gefährdet, sondern sie wollen und können auch wichtige Akteurinnen im Kampf gegen Gewalt an Frauen sein. Das zeigte ein Vernetzungstreffen für Frauenbeauftragte aus Werkstätten für Menschen mit Behinderung am vergangenen Dienstag.



Bei der Gewaltprävention und Bestärkung von Frauen spielen unterstützende Netzwerke eine entscheidende Rolle. Daher kamen am 20. November neben den Frauenbeauftragten aus Werkstätten, ihren Vertrauenspersonen und Stellvertreterinnen auch Vertreterinnen der Landschaftsverbände, der Politik, Beratungsstellen, Frauenhäuser sowie kommunale Inklusions- und Gleichstellungsbeauftragte in Wuppertal zusammen. Das Vernetzungstreffen fand im Rahmen des NetzwerkBüro-Projekts „Sicher, Stark und Selbstbestimmt“ statt – auf die Einladung des Inklusionsbüros hin im Elberfelder Rathaus. Veranstaltet wurde die Tagung vom NetzwerkBüro Frauen und Mädchen mit Behinderung / chronischer Erkrankung Nordrhein-Westfalen.

Seit 1996 setzt sich das NetzwerkBüro, das Kontakt- und Koordinierungsstelle eines ehrenamtlich arbeitenden Netzwerkes ist, im Zuge von Öffentlichkeits- und Projektarbeit für die gleichberechtigte Teilhabe, Selbstbestimmung und Gewaltschutz von Frauen und Mädchen mit Behinderung ein.

Auf der Tagung begegneten sich Vertreterinnen aus dem Bergischen Land, aus Dortmund/Hagen, aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis und Wuppertal zunächst in vier regionalen Arbeitsgruppen und diskutierten im geschützten Rahmen, wie sie gemeinsam Projekte für Frauen mit Behinderung initiieren könnten. Die dabei festgestellten Bedarfe und erzielten Ideen wurden anschließend im großen Veranstaltungs-Saal vorgetragen. Moderiert und durchgeführt wurde die gesamte Tagung in leichter Sprache. Dies wurde von den Frauen aktiv eingefordert.

Passend zum Internationalen UN-Tag gegen Gewalt an Frauen, der jährlich am 25. November abgehalten wird, war das Thema Gewalterfahrungen stets präsent. Auf der Veranstaltung wurden gemeinsam konkrete Verabredungen getroffen und Schritte eingeleitet gegen Gewaltübergriffe in Werkstätten und für eine bessere Erreichbarkeit von Hilfsangeboten: Beispielsweise wurde ein Termin für eine Informationsveranstaltung einer Frauenberatungsstelle in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung festgehalten.