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BERLIN (KOBINET)
BERLIN (KOBINET) Unter dem Motto "Betreuung kann nicht jeder" versammelte sich heute Morgen eine Delegation des Verbandes der BerufsbetreuerInnen vor der Herbstkonferenz der JustizministerInnen in Berlin. Knapp 100 BetreuerInnen aus ganz Deutschland protestierten vor der Thüringischen Landesvertretung in Berlin.
Der Vorsitzende des Bundesverbandes der Berufsbetreuer und Berufsbetreuerinnen (BdB), Thorsten Becker übergab dem Vorsitzenden der Konferenz, Thüringens Justizminister Dieter Lauinger (B’90/Die Grünen), seine Forderungen für bessere Rahmenbedingungen in der rechtlichen Betreuung. Thorsten Becker betonte im Gespräch mit dem Justizminister, dass sich das Betreuungssystem nach dem Scheitern der Gesetzesinitiative im Bundestag kein weiteres Scheitern leisten könne. In vielen Regionen Deutschlands geben bereits Berufsbetreuer ihre Büros auf. Betreuungsvereine schließen.
Justizminister Lauinger zeigte sich nach Informationen des Verbandes offen für die Anliegen des BdB und kündigte an: „Die Zeiten der Diskussion sind vorbei. Das Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz hat bereits einen Vorschlag für einen Gesetzesentwurf vorbereitet, über den noch dieses Jahr verhandelt werden soll.“ Dies sei auch der Grund, warum das Thema Betreuung auf der Tagesordnung der Herbstkonferenz fehle, so Lauinger weiter.
Die TeilnehmerInnen der Protestaktion waren mit den Utensilien einer Baustelle ausgerüstet. Mit der Aktion vor Ort will der Verband erreichen, dass die Landesjustizminister anerkennen, dass auf der „Baustelle Betreuung“ dringender Handlungsbedarf im Blick auf Rahmenbedingungen und Qualität besteht.




