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Zwei glorreiche Halunken, drei Pfoten, vier Räder

Dirk Bergen in seiner Wohnung
Dirk Bergen in seiner Wohnung
Foto: Dirk Bergen

FREIBURG (KOBINET) Die kobinet-Nachrichten berichteten Anfang 2017 vom Versuch der Stadt Freiburg, Dirk Bergen aus seiner Wohnung in eine stationäre Behinderten-Einrichtung zu verbringen. Dirk Bergen, ein stark behinderter Mann mit spastischen Lähmungen wehrte sich mit Händen und Füßen dagegen und hatte am Ende Erfolg. Das Sozialamt übernahm fortan wieder die Assistenzkosten.

Vergleich der Lebenswirklichkeiten

Eine Betrachtung von kobinet-Redakteur Gerhard Bartz

In diesem Film stellt Herr Bergen sein Leben vor und vergleicht es in schnellen Schnitten mit einem kleinen amerikanischen Hund, der ein Bein eingebüßt hat. Der Hund tollt heute wieder spielend durchs Leben. Man könnte das Handicap glatt übersehen. Dirk Bergen, der kurz davor war, sich zu Tode zu hungern, lebt heute zufrieden sein Leben. Das drückt er mit den vergleichenden Sequenzen seines Filmes aus. Diese Vergleiche erfolgen nahezu 1:1, was den Film eingangs beklemmend macht. Mit zunehmender Genesung des Hundes bemerkt man auch, dass sich die Situation des Herrn Bergen verbessert hat. Insgesamt eine interessante Dramaturgie. Er möchte sich mit diesem Film bei kobinet und den Leserinnen und Lesern herzlich für die Unterstützung bedanken, die damals für ihn sehr wichtig gewesen sei. An seinem Beispiel wurde sehr deutlich, dass Solidarität auch in der heutigen Zeit noch wirkt. Durch den wachsenden Druck der Öffentlichkeit ging es dann plötzlich ganz schnell.