Foto: Maik Schuck
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WEIMAR (KOBINET)
WEIMAR (KOBINET) Moderne Technik kann dementen Menschen helfen. Das Thema „Digitalisierung und Technik" wurde auf dem 10. Kongress der Deutschen Alzheimer Gesellschaft diskutiert, der heute in Weimar zu Ende ging. Technische und mit künstlicher Intelligenz ausgestattete Geräte, zum Beispiel Ortungsgeräte und Spracherkennungssysteme wie „Alexa", halten zunehmend Einzug in den Alltag auch von Menschen mit Demenz.
Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft begleitet diese Entwicklung aufmerksam, da der Einsatz dieser Technik Demenz ethische Fragen aufwirft: Darf man Menschen mit Demenz ohne ihr Wissen überwachen? Darf man ihre Daten weitergeben? Besteht nicht die Gefahr, dass Roboter in der Pflege menschliche Zuwendung ersetzen?
„Wichtig ist, dass Menschen mit Demenz an der Entwicklung von Technik beteiligt werden. Nur dann werden Geräte entstehen, die Betroffenen tatsächlich nutzen“, so eine Presse-Information vom Kongress: Zwei Beispiele dafür wurden im Rahmen der Diskussion vorgestellt: Der Roboter Emma, der die Bewohner einer Demenz-WG in Kiel unter anderem zum Gedächtnistraining animiert. Außerdem der interaktive Ball ichó, der auf Bewegung und Berührung reagiert. Bei beiden Geräten wurden Menschen mit Demenz in den Entwicklungsprozess einbezogen. Entstanden sind dadurch zwei Geräte, die zu Aktivität und zur Interaktion mit anderen Menschen
einladen. Einig waren sich die Podiumsteilnehmer aber auch darin: Es müssen sehr bald gesetzliche Regelungen zum Einsatz dieser Systeme und zum Datenschutz entwickelt werden. Sonst werden die Anbieter Fakten schaffen, die nicht mehr rückgängig zu machen sind.




