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Größte Konferenz zu Disability Studies seit 15 Jahren

Gebäude der Alice-Salomon-Hochschule Berlin
Gebäude der Alice-Salomon-Hochschule Berlin
Foto: H. Smikac

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Gebäude der Alice-Salomon-Hochschule Berlin
Foto: H. Smikac

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Gebäude der Alice-Salomon-Hochschule Berlin
Foto: H. Smikac

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Foto: H. Smikac

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Gebäude der Alice-Salomon-Hochschule Berlin
Foto: H. Smikac

BERLIN (KOBINET)

BERLIN (KOBINET) Mehr als 200 Teilnehmende bringen auf der „DisKo18“ innovative Forschung zum Thema Behinderung und Inklusion auf einer Konferenz zusammen, die im Oktober in Berlin zum Thema „Zwischen Emanzipation und Vereinnahmung – Disability Studies im deutschsprachigen Raum“ stattfinden wird. Diese Disability Studies Konferenz 2018, welche an der Humboldt-Universität zu Berlin und der Alice Salomon Hochschule Berlin stattfindet, wird die größte Konferenz zu „Disability Studies“ seit 15 Jahren sein. 



Die „DisKo18“-Konferenz wird aktuelle Forschungsarbeiten der Disability Studies zusammenführen und dadurch die Innovationskraft dieses Ansatzes zeigen. Rund 200 Teilnehmende aus allen deutschsprachigen europäischen Ländern kommen am Freitagabend im Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin und am Sonnabend und Sonntag in den Räumen der Alice Salomon Hochschule Berlin zusammen. Neben Redebeiträgen von führenden Vertreterinnen und Vertretern der Disability Studies sowie der Deaf und Mad Studies steht ein umfangreiches Workshop-Programm bereit. Themen sind Geschlecht und Behinderung, literaturwissenschaftliche Zugänge in den Disability Studies, Disability History, Ableism, Behinderung und Flucht, Behinderung und Inklusion im Bildungssystem und viele weitere.

Die letzte große Veranstaltung zu den Disability Studies im deutschsprachigen Raum fand im Jahr 2003 an der Universität Bremen statt. Nicht nur deswegen stellt die „DisKo18“-Konferenz eine lang überfällige Gesamtschau aktueller Forschungsergebnisse und Diskurse dar.

Im Anschluss an die Konferenz ist die Gründung eines deutschsprachigen Netzwerks der Disability Studies geplant. Behinderung ist kein individuelles Schicksal, sondern eine gesellschaftliche Aufgabe – dafür streitet die Behindertenbewegung seit Ende der 1960er Jahre. Ihr Credo: „Nichts über uns ohne uns!“

Seit 2009 stärkt die UN-Behindertenrechtskonvention ihr Recht auf Teilhabe, zum Beispiel auf ein selbstbestimmtes Leben in der Gemeinschaft, auf gute Bildung oder auf Bewegungsfreiheit. Darauf bauen die Disability-Studies auf: Sie üben Kritik an einem verengten, rein medizinisch-pädagogischen Blick auf Behinderung und beziehen sich stattdessen auf ein soziales, kulturelles beziehungsweise menschenrechtliches Modell: Nicht die „Behinderung an sich“ steht im Fokus, sondern die Konstruktion von Normalität aus dem Blickwinkel verschiedener Wissenschaftsdisziplinen. Besonders wichtig ist dabei das Erfahrungswissen selbst von Behinderung betroffener Forscherinnen und Forscher außerakademischer Akteure.

Mit transdisziplinärer Ausgestaltung und partizipatorischen Forschungsansätzen stellen die Disability-Studies somit einen Gegenentwurf zu traditionellen Forschungsansätzen wie etwa der Sonderpädagogik oder der Rehabilitations­wissenschaften dar.

Die Disability Studies Konferenz 2018 ist eine multilaterale Kooperationsveranstaltung der Humboldt-Universität zu Berlin, der Alice Salomon Hochschule Berlin, der Hochschule Bremen, der Hochschule Emden/Leer, der Hochschule Zittau/Görlitz, der Hochschule Magdeburg/Stendal und dem Verein Disability Studies Deutschland e.V. Weitere Informationen dazu können auf dieser Internetseite nachgelesen werden.