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KIEL (KOBINET)
KIEL (KOBINET) Mittenmang - Pioniere beim KielLauf - so betitelte Kay Macquarrie seinen Kommentar zum 31. Kiel-Lauf am vergangenen Wochenende. Unter den 10 000 Teilnehmern der größten Laufveranstaltung in Schleswig-Holstein waren in diesem Jahr erstmals drei Pioniere im Rollstuhl. Auf inklusio kiel schildert er, wie es dazu kam:"Noch bis kurz vor Start war die Devise: Geht alles nur mit Begleitperson!"
„Noch bis kurz vor Start war die Devise: Geht alles nur mit Begleitperson! Weil, ein Teilnehmender im Rollstuhl kann rausfallen und dann liegt die Person auf der Straße herum. Hilflos. Atemlos. Daher die Begleitperson, die einem dann wieder ins Gefährt hilft. Nett und fürsorglich gedacht“, schrieb Macquarrie. Doch plötzlich die freudige Kehrtwende: Auf einmal ist die Begleitperson nur noch optional. Man sei in sich gegangen, habe noch mal nachgedacht und habe sich dann umentschieden.
„Das kommt für viele überraschend. Insbesondere wenn man sich die Historie vor Augen führt, die uns durch fast eineinhalbjährige schriftliche und verbale Auseinandersetzungen brachte. Unter anderem auch in den Amtssitz des Oberbürgermeister, an dem an langer Tafel handverlesene Männer (und eine Frau) aus Politik und Sport saßen, um sich dort nicht nur Freundlichkeiten auszutauschen“, so der Mann, der sich für den inklusiven Volkslauf eingesetzt ha (kobinet 13.3.2018).
„Schwamm drüber. Jetzt hat die Stadt Kiel die erste inklusive Sportveranstaltung, an dem Laufende mit und ohne Behinderung gemeinsam an den Start gehen. Das ist in dieser Form einmalig für unsere Republik und gut so. Das gibt es sonst noch nirgendwo. Ein Hauch Pioniergeist weht durch die Landeshauptstadt! Und wir können uns freuen, nun offiziell und ganz natürlich mit dabei zu sein, wenn der nächste September naht und eine ganze Stadt für den Volkslauf auf den Beinen ist. Und wir mittendrin.“
Kay Macquarrie rief dazu auf, das möge Schule machen für andere Läufe im Land. „Für eine Willkommenskultur für alle. Das wäre was.“




