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Hausverbot in der Waldbühne

Ursula Lehmann
Ursula Lehmann
Foto: sch

BERLIN (KOBINET) Uschi Lehmann ist viel in Berlin unterwegs und praktiziert Teilhabe pur. Dabei legt sich die langjährig engagierte Rollstuhlnutzerin zuweilen auch mit dem einen oder anderen an, wenn es an der Barrierefreiheit fehlt. Bei ihrem Besuch in der Waldbühne wollte sie sich einfach nur ein Konzert mit Daniel Barenbilm anhören, was allerdings in einer Auseinandersetzung mit anschließendem Hausverbot gipfelte.

"Jetzt wurde mir Hausverbot in der Waldbühne erteilt. Für den 19.08. hatte ich ein gültiges Ticket für Daniel Barenboim und rollte frohen Mutes auf die Einlasskontrolle zu. Diese Securities verweigerten mir den Zugang, weil ich eine Pflanze im Stoffbeutet am Rolli hängen hatte. Eine Mitnahme ist verboten (was ich aber nicht wusste). Sie forderten den zuständigen BEST-Veranstaltungs-Projektleiter an und ich wartete abseits. Nach ca. 20 Minuten rollte ich zum Polizei-Mannschaftswagen, deren Besatzung mir anbot, die Pflanze bis Veranstaltungsende aufzubewahren. Wieder rollte ich zur Einlasskontrolle, wo man mich noch immer nicht durch ließ. Jetzt erschien der verantwortliche Projektleiter und redete abmahnend auf mich ein. Ich versuchte ihm deutlich zu machen, dass ich nicht mehr mit ihm kommunizieren möchte, da das 'Problem' korrigiert sei. Ohne sich zu überzeugen, strafte er mich mit dem Hausverbot in der Waldbühne ab. Ich musste 3 Stunden auf der Straße auf die Rückfahrt mit dem Fahrdienst warten", schildert Uschi Lehmann ihr Erlebnis. Das will sie natürlich nicht auf sich sitzen lassen, so dass man gespannt sein kann, wie die Geschichte weitergeht.