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MAINZ (KOBINET)
MAINZ (KOBINET) Eine Arbeit zu haben ist für viele eng mit Teilhabe und Selbstbestimmung verbunden. Dies gilt für Menschen mit und ohne Behinderungen gleichermaßen. "Für erstere benötigen wir noch mehr geeignete Arbeitsplätze in den Betrieben und Unternehmen. Daher unterstützt und fördert Rheinland-Pfalz die Gründung von Inklusionsfirmen", erklärte die rheinland-pfälzische Sozial- und Arbeitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler.
Tatsache sei, dass in der freien Wirtschaft noch zu wenig der Mehrwert von Menschen mit Behinderungen erkannt werde. „Da müssen sich unsere Unternehmen noch deutlich mehr trauen, diesen Menschen eine Chance zu geben“, forderte die Ministerin. Sie wies in einer Presseinformation darauf hin, dass Menschen mit Behinderungen oft besonders motiviert sind und über Stärken verfügen, für die nur der richtige Arbeitsplatz gefunden werden muss. „Der Ausbau von Inklusionsarbeitsplätzen im Sinne der umfassenden Teilhabe am Arbeitsleben ist seit vielen Jahren ein wichtiges Ziel der Landesregierung“, so die Ministerin. Derzeit bringen über 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Behinderungen in über 70 Inklusionsfirmen in Rheinland-Pfalz ihre Fähigkeiten in unterschiedlichen Bereichen wie Gastronomie, Garten- und Landschaftsbau, Einzelhandel bis zur Gebäudereinigung und industriellen Fertigung ein.
Dass dies gut funktionieren kann, werde am Beispiel der Firma BEST mit Sitz in Boppard, einer der großen und traditionsreichen Inklusionsfirmen in Rheinland-Pfalz, deutlich. Hier arbeiteten seit inzwischen 26 Jahren Menschen mit und ohne Behinderungen Hand in Hand. Derzeit haben 97 der 216 sozialversicherungspflichtig beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Behinderung, heißt es vonseiten des Ministeriums. Beispiele wie diese seien für das Land Rheinland-Pfalz gemeinsam mit der Landesarbeitsgemeinschaft Inklusionsfirmen (LAG-IF) Motivation, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen und die Zahl von Inklusionsarbeitsplätzen weiter auszubauen. Eine Unterstützung dabei kommt durch das Bundesprogramm „Alle im Betrieb“ auch aus Berlin. Auch die Arbeitsagenturen sind bei der Förderung mit im Boot.
Mit einer Informationsveranstaltung am 16. August 2018 auf dem Gartenschaugelände in Kaiserlautern startet eine neue Informationskampagne, mit der landesweit für die Gründung von neuen Inklusionsfirmen geworben werden soll. „Ich erhoffe mir von der Kampagne, dass noch mehr Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber in Rheinland-Pfalz die Fördermöglichkeiten des Landes und das Angebot einer kostenlosen Erstberatung kennen und in Anspruch nehmen“, betonte Bätzing-Lichtenthäler. Das Förderangebot des Landes umfasst einen Investitionskostenzuschuss für die geschaffenen Stellen für Menschen mit Behinderungen, einen dauerhaften Personalkostenzuschuss und einen Zuschuss zu arbeitsbegleitender Betreuung.
Weitere Infos zu Inklusionsfirmen und der Informationskampagne finden Sie auf der Internetseite des Ministeriums.




