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DüSSELDORF (KOBINET)
DüSSELDORF (KOBINET) In Nordrhein-Westfalen lebt jeder vierte schwerbehinderte Mensch. Der VdK fordert von der Landesregierung: Mehr Barrierefreiheit und sozialer Arbeitsmarkt
Die Zahl der schwerbehinderten Menschen in Nordrhein-Westfalen ist seit Ende 2015 um 2,8 Prozent gestiegen. Insgesamt lebten Ende 2017 rund 1,8 Millionen schwerbehinderte Menschen in Nordrhein-Westfalen, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Nahezu jeder vierte schwerbehinderte Mensch in Deutschland lebt damit in Nordrhein-Westfalen.
Horst Vöge, Vorsitzender des Sozialverbands VdK Nordrhein-Westfalen, kommentiert die Zahlen wie folgt: „Angesichts der steigenden Zahlen schwerbehinderter Menschen fordern wir die Landesregierung auf, sich klar für die Rechte von Menschen mit Behinderungen einzusetzen und die Inklusion in allen Lebensbereichen voranzutreiben. Ein wichtiger Schritt zur uneingeschränkten Teilhabe ist aus Sicht des VdK NRW die Barrierefreiheit. Private Anbieter von Gütern und Dienstleistungen müssen endlich zur Herstellung von Barrierefreiheit verpflichtet werden, ohne wenn und aber. Barrierefreiheit muss ohne Ausnahmen gelten für öffentliche Gebäude, für Wohnraum, für die digitale Kommunikation oder für Verkehrsmittel. Wir brauchen endlich barrierefreie Gesundheitseinrichtungen wie Arztpraxen oder Krankenhäuser. Barrierefreiheit ist der Schlüssel zur Teilhabe am Leben. Darauf haben alle Menschen in Nordrhein-Westfalen das gleiche Recht. Menschen mit Behinderung stoßen auch im Arbeitsleben immer noch auf viele Vorurteile und Barrieren. So stieg der Anteil der schwerbehinderten Menschen an allen Arbeitslosen 2017 in NRW und liegt bei 6,75 Prozent. Besonders das Schicksal der älteren, schwerbehinderten Arbeitslosen steht dabei immer noch unter dem Zeichen, keinen Arbeitsplatz zu bekommen. Etwa 42 Prozent sind hier nach neuesten Zahlen bereits 55 Jahre oder älter – bei den Arbeitslosen ohne Schwerbehinderung sind es lediglich 17 Prozent.“




