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BERLIN (KOBINET)
BERLIN (KOBINET) Der Arbeitsmarkt ist exklusiv statt inklusiv - das stellte DGB-Vorstandmitglied Annelie Buntenbach anlässlich des europaweiten Protesttages für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai in Berlin fest.
„Menschen mit Behinderung werden nach wie vor am Arbeitsmarkt ausgegrenzt“, sagte sie. Ausbildung und Beschäftigung bleiben nach ihren Worten weiterhin exklusiv, statt inklusiver zu werden. Zwar sei die Arbeitslosenquote schwerbehinderter Menschen in den vergangenen Jahren gesunken, dies allerdings langsamer als die allgemeine Arbeitslosenquote. Dazu führte Buntenbach aus: „Der Abstand zwischen beiden Gruppen ist sogar noch gewachsen.2016 lag die Arbeitslosenquote schwerbehinderter Menschen bei 12,4 Prozent (2009: 14,6%), die vergleichbare allgemeine Arbeitslosenquote bei 7,8 Prozent (2009: 10,5%)“.
Ähnlich verhält sich das bei der durchschnittlichen Dauer der Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen. „Auch hier gibt es keine Verbesserungen,“ so das DGB-Vorstandesmitglied, „sie liegt immer noch bei bei 54 Wochen während die durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit insgesamt liegt aktuell bei 38 Wochen liegt“.
Mit der Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention 2009 hat sich die Bundesregierung verpflichtet, die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung auch am Arbeitsmarkt schrittweise umzusetzen. Ziel muss es, so der DGB, sein, die überdurchschnittliche Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen messbar zu senken. Der DGB fordert deshalb, die gesetzlich vorgesehene Abgabe für ausbleibende Beschäftigung behinderter Menschen stark anzuheben. Dabei sollte gestaffelt vorgegangen werden, so dass Anstrengungen der Unternehmen belohnt werden.




