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Handlungsbedarf in Nordrhein-Westfalen

Valentin Aichele
Valentin Aichele
Foto: DIMR/U. Sonnenberg

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Foto: DIMR/U. Sonnenberg

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BERLIN (KOBINET)

BERLIN (KOBINET) Großen Handlungsbedarf bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention sieht das Deutsche Institut für Menschenrechte in Nordrhein-Westfalen. Seine Monitoring-Stelle zur Behindertenrechtskonvention hatte gestern in Duisburg rund 20 behindertenpolitische Verbände aus dem bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland konsultiert, insbesondere Selbsthilfeorganisationen. "Die umfangreichen Berichte der Zivilgesellschaft haben aufgezeigt, dass es in vielen Lebensbereichen Handlungsbedarf bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Nordrhein-Westfalen gibt. Diesen Hinweisen gehen wir weiter nach und werden daraus konkrete Empfehlungen an staatliche Stellen in NRW ableiten", erklärte Valentin Aichele, Leiter der Monitoring-Stelle.



„Besonders im Schulbereich wurde großer Handlungsbedarf angezeigt. Über die Stellungnahmen der Verbände, darunter auch die Blinden- und Gehörlosenverbände sowie die der Menschen mit anderen Lernmöglichkeiten, wurde deutlich, dass noch viele politische Maßnahmen und Rahmenbedingungen nötig sind, um Inklusion im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention erfolgreich zu machen. Die UN-Konvention gibt klar den Auf- und Ausbau der inklusiven Schule vor und spricht sich gegen Segregation aus. An diese internationalen Vorgaben ist die neue Landesregierung gebunden. Deshalb wäre es nicht verantwortbar, sich auf dem Inklusions-Moratorium auszuruhen. Inklusion ist eine verbindliche politische Aufgabe, die Tat- und Gestaltungskraft braucht“, führte Susann Kroworsch, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Monitoring-Stelle aus.