Foto: MARCO PIECUCH
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BERLIN (KOBINET)
BERLIN (KOBINET) Nach ihrer Wiederwahl als Sprecherin für Behindertenpolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen will sich Corinna Rüffer weiter für eine inklusive Gesellschaft stark machen. "Denn im Grunde ist das der Einsatz für eine lebenswerte Gesellschaft – eine inklusive Gesellschaft muss schließlich so eingerichtet sein, dass alle gleichberechtigt teilhaben können", erklärte die 42-jährige Politikerin heute in einer Pressemitteilung.
Dieser Blick auf Inklusion scheint nach Ansicht der Abgeordneten aus Trier mehr und mehr verloren zu gehen. Immer lauter werde beispielsweise im Bildungsbereich der Ruf, Förderschulen zu erhalten und zu stärken. Dabei erreichten fast Dreiviertel der Schülerinnen und Schüler auf Sonder- und Förderschulen keinen Hauptschulabschluss. Ihr Weg in die Sondereinrichtung Werkstatt für behinderte Menschen sei damit vorgezeichnet.
„Betroffen sind vor allem Kinder aus finanziell schwachen Familien. Nur in einem inklusiven Bildungssystem haben alle Kinder die Möglichkeit die Chancen zu nutzen, die sie verdienen und auf die sie ein Recht haben. Es gibt gute Erfahrungen mit dem gemeinsamen Unterricht behinderter und nichtbehinderter Kinder, die wir in die Breite tragen müssen“, betont Rüffer, die seit 2013 Mitglied des Bundestages ist
„Viele behinderte Menschen erleben jahrelange zermürbende Auseinandersetzungen mit Behörden, weil sie die Unterstützung, die sie benötigen, sonst nicht erhalten. Das muss sich ändern“, so die Politikerin „Und natürlich müssen wir politisch dafür sorgen, dass niemand gezwungen werden kann, gegen seinen Willen in einem Wohnheim zu leben.“




